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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Hewlett Packard hat (endlich) sein TouchPad auf Basis von Palms Betriebssystem WebOS veröffentlicht, doch die Reaktion der US-Presse ist bis jetzt bestenfalls lau. Es kommt erst im Sommer auf den Markt  und zwar nur in einer WiFi-Version. Ein Mobilfunk-Zugang kommt irgend wann "später" und die technischen Spielereien halten sich in Grenzen. Gut, man kann SMS-Botschaften vom Handy empfangen und über das Handy verschicken. Aber damit ist das technische Innovations-Potential auch schon fast erschöpft. 

Es scheint klar, dass dieses Gerät kein iPad-Killer sein wird. Es ist sogar unsicher, ob es überhaupt auf dem Markt eine Chance haben wird. Aber dennoch ist das Gerät bemerkenswert, denn erstmals wurde ein Tablet vorgestellt, das als Lesegerät für Zeitungen oder Magazine dienen kann und dabei die Wünsche der Verleger nach vollständiger Kontrolle über die Abo-Bedingungen erfüllt: Time Inc. will vier seiner Publikationen auf dem TouchPad anbieten und dabei die Abonnements in eigener Regie verwalten.

In diesem Schritt ist fraglos ein direkter Angriff auf Apple zu sehen, denn der iPhone- und iPad-Hersteller kann zur Zeit noch den Verlegern seine Bedingungen diktieren - und tut es auch. Führende US-Verleger wie Condé Nast, die Hearst Group, die News Corp und auch Time Inc. haben zwar schon vor Monaten mit "Next Issue" ein Joint Venture gebildet, mit dem eine "offene Plattform" für die teilnehmenden Verlage geschaffen werden soll. Doch bezeichnenderweise hat Time Inc. mit HP direkt einen Vertrag geschlossen und nicht über das Joint Venture, dem Time Inc. ebenfalls angehört.

Vielleicht wirkt aber die neue Partnerschaft mit HP wie eine Art Startschuss für weitere Kooperationen. Schließlich war es eines der definierten Ziele von Next Issue, ein Lesegerät für Printpublikationen zu schaffen. Könnte man sich hier auf gewisse Standards einigen, dann wäre es auch denkbar, dass Tablets ähnlich wie Mobilfunktelefone nach einem Subventionsmodell angeboten werden: Beim Abschluss von Zeitungs-Abos werden beispielsweise verbilligte Geräte angeboten.

Es scheint keineswegs unwahrscheinlich, dass der Gerätepreis eine Möglichkeit wäre, sowohl die Anwender zum Erwerb kostenpflichtiger Online-Abos zu bringen, als auch Apples iPad-Politik unter Druck zu setzen. Doch ein solches Vorgehen setzt Einigkeit unter den Verlegern voraus. Und damit kann man auch nach dem Alleingang von Time Inc. nur bedingt rechnen.

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