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08. März 2011
Posted in Internet News
Unter der Überschrift "Wie soziale Netzwerke manipuliert werden sollen" fabuliert heute.de über die Möglichkeiten und Wünsche von Regierungen, wie mit Hilfe virtueller Identitäten die Meinung zu manipulieren sei. Man stützt sich dabei auf Mails des US-Sicherheitsunternehmens HBGary, die im Rahmen einer "Anonymous Operation" vom HBGary-Server entwendet und veröffentlicht worden waren.
Als zusätzlichen Aufhänger konstruiert das Nachrichtenangebot des ZDF einen Zusammenhang zum Rücktritt des deutschen Verteidigungsministers. Weil 300.000 Menschen auf einer Facebook-Seite "ihren" Karl-Theodor zu Guttenberg zum Verbleib im Amt aufriefen, sei im Netz sofort der Verdacht aufgekommen, es handele sich dabei um gefälschte Nutzerkonten. Womit dem Thema ohne weiteren Sachbezug ein wenig Würze verliehen wurde.
Auch ansonsten bleibt der Bericht eher oberflächlich, denn die HBGary entwickelt keineswegs eine "Persona Management Software". Das Unternehmen hatte sich vielmehr auf eine entsprechende Ausschreibung der US-Luftwaffe beziehungsweise des US-Zentralkommandos beworben, den Vertrag aber nicht erhalten. Der Vertrag mit einem nicht genannten Unternehmen liegt wiederum der Washington Post vor und gibt etwas mehr Einblick in die Funktionsweise dieses Personen-Managements.
Demnach werden von der Software pro Nutzer-Lizenz bis zu 10 verschiedene Identitäten verwaltet, wobei dazu verschiedene technische Hilfsmittel angeboten werden. Dazu zählt beispielsweise, dass den virtuellen Identitäten IP-Adressen zugewiesen werden können, mit denen sie bestimmten Lokalitäten zuzuordnen sind. Die virtuelle Identität eines angeblichen Irakers soll beispielsweise mit einer IP verbunden werden, die einem irakischen Provider zuzuodnen ist. Gleichzeitig soll jede Identität auch authentische Orts- und Zeitangaben beinhalten.Ein vorrangiges Ziel ist es dabei, auch im zeitlichen Verlauf eine kontinuierlich authentisch erscheinende Persönlichkeit aufzubauen
So ausgestattet sollen die dafür abgestellten (laut Vertrag 50) Mitarbeiter des US-Zentralkommandos aber in keinem Fall in die US-Tagespolitik eingreifen oder einheimische Online-Diskussionen unterwandern. Es geht nach Angaben des Zentrakommandos vielmehr darum, "extremistischen Bloggern in Übersee" auf nicht-englischsprachigen Websites etwas entgegenzusetzen.
Über weitere Details lässt sich das Militär nicht aus. Doch man darf annehmen, dass es hier weniger um Meinungsmanipulation als vielmehr um nachrichtendienstliche Ermittlungsaktivitäten geht. Prinzipiell bleibt aber festzuhalten, dass zumindest das US-Militär schon die Explorationsphase hinter sich gelassen hat und aktiv mit einer Software-Lösung arbeitet, mit der Scheinidentitäten aufgebaut werden können.
Die Befürchtung, dass eine Volksbewegung im Sinne des genannten Aussitzungs-Begehrens von dunklen Mächten mit Meinungs-Avataren aufgebaut wurde, scheint dagegen noch etwas übertrieben. Diese Art der Meinungsmache wird auch noch in absehbarer Zukunft eher von den konventionellen Massenmedien wahrgenommen. Doch das Beispiel der US-Software zeigt, dass heute schon entsprechende Interessen bestehen, und dass es erste, praktikable Lösungsansätze gibt.
Es ist also schon denkbar, dass in nicht allzuferner Zukunft öffentliche Diskussionen von gesteuerten Avataren oder sogar von künstlicher Intelligenz beeinflusst werden. Trolle zu schaffen, die Diskussionen abwürgen, dürfte die leichteste aller Übungen sein.
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