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09. März 2011
Posted in Internet News
Das Wall Street Journal ist ganz sicher kein Hacker-Magazin. Doch das Finanzblatt erkennt die finanzielle Komponente eine Hacks vielleicht schneller als die Hacker selbst.
Im gemeinten Beitrag geht es um das Buchlesegerät Nook Color des Amazon-Konkurrenten Barnes & Nobles. Der Autor des Beitrags hat sich dieses Gerät als Sonderangebot zum Preis von 200 Dollar verschafft und es mit Hilfe einer Anleitung von Ars technica ohne Mehrkosten in ein vollwertiges Android-Tablet verwandelt. Das gibt nicht nur dem Autor des Finanzblatts zu denken.
Man muss dazu zuerst einmal anmerken, dass das Nook üblicherweise nur im US-Handel und zwar zum Preis von 250 Dollar erhältlich ist. Bei eBay sind zwar auch Nooks zu haben, doch die werden als dubiose US-Importe zum Preis von rund 250 Euro angeboten. Das Thema Einfuhrzoll ist damit noch nicht einmal angesprochen. Das iPad der 1. Generation wird dagegen von Apple in den USA für 399 Dollar als Auslaufmodell angeboten. Preissenkungen in Deutschland werden erst nach dem 25. März erwartet werden können, wenn der Verkauf der 2. Generation auch hier beginnt.
Das Nook ist jedenfalls auf beiden Seiten des Atlantik billiger als das iPad zu haben, aber dafür auch deutlich schwächer ausgestattet. Daran lässt auch das Wall Street Journal keinen Zweifel. Doch bei diesem Preis ist das Android-Nook ein leicht erschwinglicher Gebrauchsgegenstand. Das Finanzblatt sieht darin eine Chance für den Amazon-Konkurrenten, dessen Offline-Geschäfte durch die Online-Konkurrenz in den letzten anderthalb Jahrzehnten stark beeinträchtigt wurde.
Barnes & Noble sollte aus diesem Hack eine Geräteeigenschaft machen und das Nook schon mit Android-Funktionalität ausliefern. Gut, es ist vielleicht nicht notwendig, die Kindle-App Amazons auf dem Nook zuzulassen. Doch ansonsten wäre ein billiges Android-Nook eine hervorragende Verkaufsplattform für alle Barnes & Noble- Bücher, Zeitschriften etc. Der Buchhändler wäre damit zwar gezwungen, die Geräte noch stärker zu subventionieren, als er es jetzt schon tut. Doch man sollte sich keinen Illusionen hingeben: Das Kindle wird in absehbarer Zeit auch keine Preiserhöhung erleben.
Von dieser Subventionierung abgesehen bleibt das Erstaunlichste an dieser ganzen Geschichte, dass ein keineswegs IT-affines Unternehmen wie Barnes & Noble es noch vor dem aktuellen iPad-Rausch geschafft hat, einen Tablet-Rechner in Auftrag zu geben, der unter Android den Vergleich zu anderen Tablets kaum zu scheuen braucht. Da fragt man sich schon, wo die Probleme der namhaften Gerätehersteller liegen, die bisher von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen - keine preislich angemessene Alternative zum iPad auf die Beine stellen können.
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