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Mehr als 14 Monate ("länger als eine Seekuh") ging die New York Times mit der Idee schwanger, jetzt endlich wird sie umgesetzt: Um das Nachrichtenangebot einer der bekanntesten US-Zeitschriften wird eine Paywall aufgebaut. Eine Bezahlgrenze, die schon von vornherein mit einer umfangreichen Anleitung daherkommt, wie ihre verschiedenen Hürden zu umgehen sind.

Mit dieser Art Hürden hat die Zeitung bereits Erfahrung. Schon seit vielen Jahren verlangt das Blatt beispielsweise eine kostenlose Registration, um die Qualität der Werbeleistung zu erhöhen. Doch die Times hat nur wenig dagegen unternommen, wenn diese Login-Daten von mehreren Personen gleichzeitig genutzt wurden. Schon lange vor dem Aufkommen von Sites wie bugmenot.com wurden gültige Username-Password offen angeboten und getauscht.

Auch die Bezahlhürde, die ab dem 28. März eingeführt werden soll, basiert wieder auf diesen Konten. Wobei jedem Konto-Inhaber von vornherein zugestanden wird, 20 Seiten aus jedem beliebigen Bereich der Zeitung kostenlos zu benutzen. Erst danach soll die Aufforderung kommen, einen der kostenpflichtigen Zugänge zu benutzen: Vier Wochen kosten 15 Dollar für den Zugang via Browser und/oder Mobiltelefon. 20 Dollar werden fällig, wenn eine iPad App oder eine Anwendung für ein anderes Tablet genutzt werden soll. Ganze 35 Dollar müssen für alle Online-Optionen (Web +Mobiltelefon + Tablet) gezahlt werden.

Was sich auf 455 Dollar pro Jahr summiert, also nicht viel weniger als man für den Kauf eines iPad-Einstiegsmodells auf den Tisch legen muss. Und wer eine Print-Ausgabe (Test-Abo ca. 300 Dollar/Jahr, sonst ca. 600 Dollar/Jahr) bezieht, zahlt selbstverständlich nichts für das zusätzliche Online-Abo.

Doch das ist ja das Problem aller Zeitungen weltweit: Die Zahl, der Totholz-Käufer nimmt stetig ab. Mit dem Verkauf des bedruckten Papiers erzielte der Verlag im letzten Jahr Einnahmen von 683 Millionen Dollar. Doch das ist nur eines der Standbeine des Unternehmens. Der Verkauf von Werbung ist ein anderes und die Online-Werbung ist inzwischen schon für 26% dieser Einnahmen gut. Das Problem ist nur, dass eine Bezahlhürde diese Einnahmequelle behindern könnte. Es gilt also, möglichst vielen der zahlungsunwilligen Leser so viel Spielraum wie nur irgend möglich zu lassen, um sie als Klickvieh zu erhalten. Gleichzeitig müssen die zahlungswilligen Vielleser möglichst sanft dazu gebracht werden, ein Online-Abo zu benutzen.

Womit sich schon andeutet, dass den Nichtzahlern einige Schlupflöcher in der Paywall gelassen werden. Es wird beispielsweise angenommen, dass die Benutzung mehrerer (kostenloser) Registrationen - möglicherweise in verschiedenen Browsern umgesetzt - die 20 Seiten-Grenze umgehen hilft. Auch wer über Google (News) kommt, bleibt von der Regelung ausgenommen. Allerdings - und hier wird es nochmals interessant - werden dem Google-Besucher nur fünf Seiten täglich zugestanden. Wer dagegen über Links aus Twitter oder Facebook kommt, hat einen unbegrenten Freifahrtschein. Ob das so entschieden wurde, weil man die Jungleser dieser Netzwerke nicht verprellen will, oder ob man diese Personengruppen ohnehin für nicht zahlungswillig beziehungsweise -fähig hält, sei dahingestellt.

Dafür zeigt das Blatt ganz deutlich, was es von seinen kanadischen Lesern hält. Bei diesen greift schon vor dem 28. März die 20-Seiten-Grenze, denn die kanadischen Leser dienen als Versuchskaninchen für das neue Software-System. Dessen Fehler sollen ausgemerzt werden, bevor man das System für die USA und den Rest der Welt zugänglich macht.

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