RäucherstäbchenRäucherstäbchen bei indilaya.de

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Isharegossip.com, eine zugegeben recht üble Website, die Cybermobbing unter deutschen Schülern fördert, wurde nach mehreren Vorkommnissen auf den Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gesetzt: "Das Indizierungsverfahren beruht auf einem Antrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)".

Womit sowohl die Bundesbehörde als auch das Ministerium erneut unter Beweis stellen, dass sie noch immer nicht im Internet-Zeitalter angekommen sind. Wie sonst soll man es bewerten, wenn sowohl die Behörde als auch das Ministerium durch diesen Schritt nur noch mehr zur Bekanntheit dieser Website beitragen? Gut, die Medien haben in dieser Hinsicht auch nicht gerade geschlampt, wie inzwischen fast 600 Artikel bei Google News zeigen. Doch die Reaktion des Ministeriums, die Bundesprüfstelle um Indizierung zu bitten, steht bei einem Großteil dieser Artikel im Vordergrund.

Nun berichten die Medien, dass Google, Bing und andere "deutsche" Suchmaschinen keine Ergebnisse der Website für picklige Schandmäuler mehr liefern. Doch das war auch schon alles, was die gesamte Aktion brachte. Bei Google.de findet man bei der Suche nach site:Isharegossip.com jetzt den Hinweis "Aus Rechtsgründen hat Google 572 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt". Unter Google.com heißt es dagegen "Ungefähr 6.020 Ergebnisse" gefunden.

ishareWar es das jetzt wert, eine Indizierung vorzunehmen und diese Sperrung auch noch mediengerecht zu kommunizieren? Laut Alexa muss man die Frage mit Nein beantworten, denn dort landet isharegossip jetzt auf Platz 1.165 von Deutschlands "beliebtesten" Websites.

Wie viele Gemeinheiten jetzt auf dieser Site von Schülern hinterlassen und gelesen werden, die sonst nie von ihrer Existenz erfahren hätten? Man mag es sich gar nicht erst vorstellen. Das nur, weil weder die Verantwortlichen nicht akzeptieren wollen, dass die Zugangsbegrenzung zu schädlichen Inhalten nicht mehr wie einst im Mai funktioniert.

Noch vor ein oder zwei Jahrzehnten war es möglich, gefährliche Schriften auf einen Index zu setzen und ihren Vertrieb strafbar zu machen. Das funktionierte, als Schriften auf totem Holz gedruckt und noch fast ausschließlich im Kiosk oder in Buchhandlungen erhältlich waren. Heute gibt es dieses sonderbare Phänomen des Internet, das die gefährdeten Jugendlichen wesentlich besser verstehen als die regulierenden Erwachsenen. In diesem Netz kann man keine Schriften durch Indizierung "aus dem Verkehr ziehen". Doch es scheint extrem schwer, das zu verstehen, solange man sagen kann, "wir haben unser Bestes getan".

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