Räucherstäbchen bei indilaya.de
Indische und tibetische Räucherstäbchen, Räucherkegel, Dhoop Sticks, Räucherwerk, Zubehör und vieles mehr...
07. April 2011
Posted in Internet News
Das Wall Street Journal berichtet über eine angebliche Neupositionierung von YouTube. Der Videodienst, bei dem bisher fast ausschließlich Videos von Anwendern eingestellt wurden, will demnach in Zukunft auch eigene Videos produzieren und diese in themenspezifischen Kanälen anbieten. Ziel ist es, das Online-Angebot auf eine Zukunft vorzubereiten, in der YouTube-Inhalte auf dem Fernsehapparat zu sehen sind, der "großen Leinwand" im Wohnzimmer.
Die Fakten, die das Wall Street Journal zu diesem Plan liefern kann, sind schnell zusammengefasst: 100 Millionen Dollar will Google in die Produktion von Inhalten investieren, die dann auf zunächst vielleicht 20 Kanäle verteilt werden sollen. Weitere Kanäle sollen möglicherweise mit bereits vorhandenem Videomaterial bestückt werden.
Wobei die Planungen zur Zeit wohl noch sehr offen sind. So werden auch Gespräche mit Agenturen geführt, bei denen es um die Möglichkeit geht, deren Kunden eigene Kanäle entwickeln zu lassen. YouTube würde in diesem Fall nur den technischen Distributionskanal zur Verfügung stellen.
Das niedrige Start-Budget dürfte dabei klar machen, dass im Grunde nur Billigproduktionen möglich sind. Doch der Betrag dürfte ausreichen, um die Möglichkeiten und Risiken des Vorhabens testweise auszuloten. Der Testballon kommt dabei zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt für YouTube. Das bisher hauptsächlich durch Google refinanzierte Angebot steht kurz davor schwarze Zahlen zu schreiben. Schon in diesem Jahr sollen erstmals 800 Millionen Dollar Gewinn eingefahren werden, nachdem im vergangenen Jahr die Anzahl und Form der Werbeeinblendungen bei der Videoausgabe angepasst wurden.
Lange Zeit schien das Thema Werbung eines der Hauptprobleme des Dienstes, sieht man von den fortwährenden urheberrechtlichen Querelen ab. In dieser Hinsicht dürfte YouTube - mit dem finanziellen Dickschiff Google im Hintergrund - von allen Videodiensten die elaborierteste Zusammenarbeit mit den Rechteinhabern entwickelt haben. Ein Umstand, der sich insbesondere für Europäer darin zeigt, dass YouTube-Links von US-Sites in außerordentlich hoher Zahl auf Videos führen, die "in deinem Land" nicht gezeigt werden dürfen. Man kann nur vage ahnen, wie komplex sich das Zusammenspiel zwischen YouTube und jenen Rechteinhabern gestaltet, die von Google für die Bereitstellung ihrer Inhalte kompensiert werden.
Doch dieser über Jahre gewachsene Aufwand hat sich für Google gelohnt, wie es scheint. Heute ist YouTube hinsichtlich der Besucherzahlen die drittgrößte Website. Ein Erfolg, der allerdings dadurch eingeschränkt wird, dass YouTube seine Besucher im Vergleich zu anderen Videoangeboten nur kurze Zeit halten kann. Das betrifft nicht nur den Vergleich mit Angeboten wie dem Filmverleih Netflix oder dem noch enger mit den Produzenten kooperierenden Dienst HULU. Auch grenzwertige Angebote wie beispielsweise Megaupload.com überholen YouTube was die Verweildauer angeht mit links.
Kurz: YouTube hat aufgrund der Besucher großes Potential, aber es gelingt dem Dienst noch nicht, die Besucher auch zu halten. Das könnte sich durch Kanäle mit eigens produzierten Inhalten möglicherweise ändern. Es geht aber nicht nur um die Inhalte dieser Kanäle. Es geht auch beispielsweise um die Frage, wie man den Besucher zur Nutzung dieser Kanäle bringt, oder wie man es schafft, mit den Kanälen das Fernsehprogramm auszustechen. Zur Beantwortung solcher Fragen sind Tests wie der von YouTube mutmaßlich geplante wohl der beste Weg.
Links:
| < Neuere | Ältere > |
|---|




