Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
11. April 2011
Posted in Internet News
Die Los Angeles Times berichtete vergangene Woche als erste über eine Reorganisation Googles durch den neuen, alten Chef Larry Page. Bis jetzt zwar noch nicht bestätigt, scheinen sich diese Angaben zu bewahrheiten und es lässt sich absehen, dass Page eine ähnliche Führungsstruktur aufbauen möchte wie Steve Jobs bei Apple. Interessanterweise taucht zur gleichen Zeit in einem neuen Buch die Information auf, dass Page und der Google-Mitgründer Sergey Brin sich vor Jahren Jobs als CEO ihres jungen Unternehmens gewünscht hätten.
Auf Googles Website wird bisher zwar noch die Riege der bisherigen Executives genannt, doch längst wird eine neue Gruppe von Senior Vice Presidents gehandelt, die alle direkt Page unterstehen und für ihre Produkte entsprechend verantwortlich sind. Wobei die neuen Vizepräsidenten und ihre Produkte auch Aufschluss darüber geben, was Google besonders wichtig ist:
- Andy Rubin (Mobil),
- Vic Gundotra (Soziales),
- Sundar Pichai (Chrome),
- Salar Kamangar (YouTube und Video);
- Alan Eustace (Suche),
- Susan Wojcicki (Werbung).
Der Bereich "Social" scheint dabei für Page von ganz besonderer Wichtigkeit zu sein, denn in der vergangenen Woche wurde eine Memo des Unterenehmens bekannt, wonach das Jahreseinkommen aller Google-Mitarbeiter vom Erfolg dieses Bereichs abhängig gemacht wird: Ein Viertel (25%) der jährlich ausgezahlten Boni steht oder fällt mit dem Erfolg von Googles sozialen Plänen ("...our strategy to integrate relationships, sharing and indentity across our products").
Page, der demnach in Facebook einen der gefährlichsten Feinde erblickt, strebt mit seiner Umstrukturierung eine ähnlich direkte Einflussnahme und Kontrolle an, wie Jobs sie im Fall von Apple aufgebaut hat. Und Jobs war wohl auch die erste Wahl für die beiden Google-Gründer, als sie vor dem Börsengang nach einem "erwachsenen" CEO für ihr Unternehmen suchten. Doch laut dem neuen Buch des Technologie-Reporters Steven Levy lehnte Jobs das Angebot der beiden Jungunternehmer ab. Er hatte bereits einen besseren Job bei Apple und Google steckt damals noch in den Kinderschuhen.
Weil er aber Googles Potential erkannte, war er bereit, die Rolle eines Mentors zu übernehmen. Eric Schmidt, der danach zum CEO ernannt wurde, bekam auch einen Platz im Apple-Vorstand. Doch das gute Verhältnis bekam Risse, als Google Android übernahm und damit zum Konkurrenten Apples wurde. Nach einem Besuch in Googles Hauptquartier, bei dem er einige der Android Features zu sehen bekam, soll Jobs über den Diebstahl von Ideen des iPhone wütend gewesen sein. Und obwohl Schmidt noch einige Zeit im Vorstand Apples saß, soll es Jobs gelungen sein, die iPad-Entwicklung vor ihm geheim zu halten. Von Brin und Page fühlte sich Jobs betrogen, was dann auch erklärt, weshalb er für das Firmenmotto "don't be evil" nur noch das Attribut "Bullshit" übrig hatte.
Doch Page scheint nach wie vor vom früheren Mentor Jobs überzeugt und versucht augenscheinlich, dessen Führungskonzept zu kopieren. Google ist aber nicht Apple und Page ist nicht Jobs. Von daher sollte man keine zu großen Ähnlichkeiten als Ergebnis dieses Vorhabens erwarten.
Links:
| < Neuere | Ältere > |
|---|




