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Ein Freelancer, der in den vergangenen Jahren insgesamt etwa 250 Postings zum News-Blog Huffington Post beigesteuert hat, will nun nachträglich für seine Leistungen kompensiert werden. Er hat stellvertretend für alle anderen Autoren des Blogs eine Sammelklage gegen die Huffington Post und das Mutterunternehmen AOL beantragt.

Seine Forderung: Arianna Huffington, Gründerin und bis heute Leiterin der Huffington Post, soll nachträglich 105 Millionen Dollar an die Autoren ausschütten. Also ein Drittel der Summe (315 Millionen Dollar) die sie bei der Übernahme der Huffington Post von AOL erhalten hat.

Der Kläger Jonathan Tasini ist keineswegs ein Unbekannter. Er war es, der vor 10 Jahren vor dem US Supreme Court stellvertretend für alle Freelancer des Landes erstritten hat, dass die von den Verlagen erworbenen Urheberrechte nicht die Aufnahme beziehungsweise Publikation der Texte in elektronischen Datenbanken beinhaltet. Ein Thema, das damals von großem Interesse war, denn Online-Zeitungsarchive wurden zunehmend modern, doch die Verträge der freien Autoren sahen diese Möglichkeit der Verwertung noch nicht vor.

Mit dem Angriff auf die Huffington Post wagt sich Jonathan Tasini allerdings aufs Glatteis. Er begründet seine Klage damit, dass seine Postings sowie die Texte aller anderen Autoren bei der Huffington Post nur deshalb erfolgten, weil ein implizites beziehungsweise angedeutetes Versprechen einer späteren Kompensation gegeben wurde. Manchen Autoren soll "eine Art Versprechen über künftige Zahlungen" gegeben worden sein, meint er einen Tick konkreter. Doch er verweigert weitere Angaben darüber, wie diese Versprechen sich genau gestaltet haben.

Mit dieser Behauptung dürfte sein Verfahren allerdings stehen oder fallen. Mindestens eine Autorin, Glynnis MacNicol, widerspricht der Behauptung schon jetzt öffentlich. Auch sie hat in der Vergangenheit für Huffington Post geschrieben und wurde teilweise auch dafür bezahlt. Doch für ihre unbezahlten Arbeiten wurden ihr keine impliziten Versprechen über eine spätere Wiedergutmachung gegeben. Sie meint, die Kompensation erfolgte schon mit der Veröffentlichung. Denn so wie ein Fernsehauftritt von vielen Freiberuflern als eine den Marktwert steigernde Maßnahme angesehen wird, sei dies auch bei Postings in der Huffington Post der Fall gewesen.

Diese Angabe ist zwar kein Beweis dafür, dass Tasinis Behauptungen unwahr sind. Immerhin gab und gibt es einige bezahlte beziehungsweise fest angestellte Autoren und es mag im Einzelfall auch zu irgend welchen unerfüllten Versprechen gekommen sein. Doch die heute noch etwa 3.000 freiwilligen Autoren beziehungsweise Kommentatoren dürften eher nicht davon betroffen sein. Sonst wäre es kaum zu erklären, warum das Konzept der Huffinton Post bis heute aufgehen konnte.

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