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Microsoft hat vor wenigen Tagen Google öffentlich der Lüge bezichtigt, weil eine von dem Microsoft-Konkurrenten angegebene Software-Zertifizierung angeblich gar nicht existiert. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass eine Entschuldigung Microsofts an die Adresse Googles angebracht wäre, denn Googles Angaben wurden inzwischen von der zuständigen Behörde bestätigt. Dafür aber fehlt es - Aua - Microsoft selbst an der notwendigen Zertifizierung.

Den komplizierten Fall aufzudröseln ist nicht einfach, denn es handelt sich gewissermaßen um einen Nebenschauplatz in einem komplexen, wenn auch für beide Parteien nicht wirklich substantiellen Rechtsstreit. Pamela Jones schafft es den Fall in ihrem Groklaw-Blog auf rund 2.000 Worte einzudampfen. Noch stärker reduziert geht es um eine Klage Googles gegen das US-Innenministerium wegen eines regelwidrigen Ausschreibungsverfahrens.

Google macht dem Ministerium den Vorwurf, sich erst für Microsofts Cloud-Software BPOS-Federal (Microsoft Business Productivity Online Suite-Federal) entschieden zu haben, um dann gemeinsam mit Microsoft daran zu arbeiten, die Entscheidung zu rechtfertigen. Die Google Apps for Government als (mindestens) gleichwertige Software habe man nicht berücksichtigt. In der Fußnote eines Vorgangs des inzwischen sehr umfangreich dokumentierten Rechtsstreits wurde nun vom Ministerium erwähnt, dass Google gar nicht wie behauptet über eine FISMA-Zertifizierung verfüge. Die Anwendung entspricht damit nicht den Sicherheits-Standards der US-Regierung.

Das brachte den stellvertretenden Chef-Justitiar Microsofts dazu, Google in aller Öffentlichkeit der Irreführung zu bezichtigen. Eine Behauptung, der Google entgegentrat, denn die Software hatte sehr wohl die FISMA-Zertifizierung durchlaufen. Nur hatte man die zertifizierte Software speziell für die Government-Ausgabe um zwei weitere Sicherheitsverfahren erweitert, weshalb formal eine neue Überprüfung notwendig wäre. Die Darstellung des Ministeriums war es nun, dass damit die Google Apps nicht zertifiziert sind. Doch das stimmt nicht. Die GSA als ausstellende Behörde bestätigt, dass die erteilte Zertifizierung in diesem Fall bis zur neuen Prüfung wirksam bleibt. Die Google Apps for Government sind also für die Nutzung durch Regierungseinrichtungen zertifiziert.

Nicht aber Microsofts BPOS. Obwohl man diese Zertifizierung beim Einsatz im Innenministerium eigentlich voraussetzen sollte. Womit unterm Strich hinsichtlich der Zertifizierungs-Lüge eigentlich nur eine Art "Blog-Fehde" zwischen den beiden Streithähnen bleibt. Allerdings schafft es der Software-Hersteller auch in diesem Fall wieder, in der Gesamtbewertung das Urteil "typisch Microsoft" zu erhalten. Denn der Hinweis auf die Lüge des Konkurrenten stellt sich als unwahr heraus. Nicht nur das, ist der Vorwurf auch noch nebensächlich und im Sinne Microsofts kontraproduktiv. Kurz: Microsoft hat sich wieder einmal selbst ein Bein gestellt - wie so oft.

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