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Der iPhone-Programmierer Alasdair Allan und der ehemalige Apple-Mitarbeiter Pete Warden haben auf der Where 2.0 Konferenz mit einer Demonstration für Aufsehen gesorgt. Die beiden Männer konnten zeigen, dass auf dem iPhone Daten gespeichert werden, die retrospektiv Aufschluss über die Bewegung beziehungsweise den Standort des Gerätes geben können.

Die Referenten geben an, Apples Produktsicherheit wegen dieses Fundes kontaktiert zu haben, doch eine Reaktion von Apple steht bislang noch aus. Ein Umstand, der überraschen sollte, denn die Entdeckung von Alasdair und Warden ist keineswegs neu. Sie wurde bereits im vergangenen Jahr im September von dem Blogger Christopher Vance beschrieben. Allerdings lieferte er im Unterschied zu Alaisdair und Warden nicht die notwendigen Anleitungen und Hilfsmittel, um diese Daten auszuwerten.

In einem gestern (20. April) erschienenen Posting bezeichnet Vance die Existenz dieser Datei auch als "keineswegs schlecht", denn die Daten sind für den "normalen Anwender" nicht zugänglich. Außerdem meinte Vance, dass eine der letzten Änderungen in den Terms of Service für das iPhone die Sammlung solcher Daten vermutlich zulasse. Doch über diese Einschätzungen lässt sich streiten.

Nach Darstellung von Alasdair und Warden wird in der Datei consolidated.db neben einer Time Stamp eine Positionsangabe gespeichert. Die Einträge beziehen sich auf die jeweils genutzte Funkzelle sowie auf private Funknetzwerke, die das Gerät registriert. Die Daten werden offenbar nicht von Apple oder einer anderen Organisation aus der Ferne vom iPhone abgerufen. Es ist jedoch denkbar, dass auf dem Gerät installierte Anwendungen auf diese Datei Zugriff nehmen.

Aber aus gutem Grund interessiert man sich hinsichtlich des Datenschutzes nicht nur für die tatsächliche Nutzung oder gar den Missbrauch von Daten. Datenschutz beginnt schon früher mit der Frage nach der Notwendigkeit der Sammlung von Informationen (Prinzip der Datensparsamkeit und Datenvermeidung). Und in dieser Hinsicht muss man hinter das Vorgehen Apples ein großes Fragezeichen machen, denn es gibt bisher keinen Grund, die genannten Informationen zu sammeln.

Die Informationen über die Funkzellen mögen zwar nur eine sehr ungenaue Angabe über den Standort eines Gerätes zu liefern. Doch wie der Grünenpolitiker Malte Spitz vor zwei Jahren in der ZEIT demonstrierte, lassen sich damit schon recht anschauliche Bewegungsmuster für eine Person oder besser gesagt ein Gerät rekonstruieren. Sobald das Gerät - aus welchen Gründen auch immer - polizeilich konfisziert wird, liegen diese Daten offen.

Schon ein eifersüchtiger Ehemann kann vergleichsweise einfach Hypothesen zur ehelichen Treue an den heimlich gesammelten Daten überprüfen. Auch wenn der Ehepartner davon nichts weiß oder nicht damit einverstanden wäre. Die Datensammlung des iPhone ist somit aus datenschutzrechtlicher Sicht relevant und sollte hinterfragt werden. Apple wird daher wohl sein Schweigen zu diesem Thema brechen müssen.

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