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Apple nimmt in einem gerade veröffentlichten Text Stellung zu den seit letzter Woche kursierenden Vorwürfen der heimlichen Sammlung von Ortsdaten durch das iPhone. Die überraschende Erklärung des Unternehmens: Die fragliche Datei, die teilweise mehrere Monate zurückreichende Ortsangaben enthält, ist nicht für den Upload zu Apple bestimmt. Sie ist vielmehr das Ergebnis eines Downloads von Apple und enthält die Ortsangaben anderer anonymer Nutzer zu lokalen WLAN-Netzen und Funkzellen.

Nach dieser Darstellung gibt es auch eine einfache Erklärung, warum die bisher untersuchten Datensätze in der Datei consolidated.db den Verdacht erwecken, ein Bewegungsmuster des individuellen Gerätes zu enthalten. Das auf dem iPhone gespeicherte Subset der Datenbank wird ständig aktualisiert und um die Informationen der jeweils lokalen WLANs und Funkzellen ergänzt.

Ziel des gesamten Procederes ist es, die Ortsbestimmung der Geräte sowohl mit als auch ohne GPS zu beschleunigen. Mit, weil die GPS-Satelliten so schneller geortet werden können. Ohne, wenn beispielsweise in geschlossenen Gebäuden kein GPS-Signal erhalten werden kann.

Auch das iPhone des Benutzers sammelt dabei fortwährend ähnliche Daten und liefert sie anonymisiert an Apple weiter. Diese Daten werden jedoch nicht lokal gespeichert. Kurz: Die Daten des iPhone sind Daten, die nicht selbst ein Bewegungsmuster repräsentieren, sondern das Bewegungsmuster des Anwenders gewissermaßen widerspiegeln.

Für Apple ist die Situation somit in keinster Weise als ein Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen zu sehen, denn es handelt sich ja nicht um Daten des Anwenders, sondern um die von Apple gelieferten Informationen einer im anonymen Crowd-Sourcing entstandenen Datenbank. Ein Punkt, über den man sich sicher streiten kann, denn auch die "im Schlepptau" entstandenen Ortsangaben können unerwünschte Erkenntnisse liefern.

Die weitere Aktualisierung dieser Datenbank, auch wenn alle Anwendungen mit Lokalisierungs-Funktion deaktiviert sind, erklärt Apple ansonsten durch einen Software-Fehler. Dieser Fehler soll abgestellt werden. Außerdem will Apple die Größe des in der fraglichen Datei vorrätig gehaltenen Cache verkleinern und das Backup der Datei auf den Desktop-Rechner ganz abstellen.

Der wichtigste Punkt ist allerdings, dass die lokale Datei, die das Bewegungsmuster des Anwenders spiegelt, mit einem der nächsten größeren Updates des Systems verschlüsseln will. Damit wäre die Missbrauchsgefahr weitgehend gebannt.

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