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04. Mai 2011
Posted in Internet News
Die von Wikileaks in der vergangenen Woche veröffentlichten Guantánamo-Dokumente sollen gerüchteweise in Verbindung mit der Erschießung von Osama bin Laden in Verbindung stehen. Teilweise heißt es sogar schon, Wikileaks sei für den vorgezogenen Zeitpunkt des Angriffs verantwortlich.
In einem der Verhörprotokolle wird etwa der Kurier bin Ladens namentlich erwähnt, der die US-Dienste zu seinem Schlupfwinkel führte. und schon im nächsten Satz des gleichen Protokolls wird Abbottabad als Aufenthaltsort des in Guantánamo Inhaftierten genannt.
Es liegt nun für einige Beobachter nahe, aus diesen und anderen Angaben mutige Schlüsse zu ziehen. So wird einerseits gemutmaßt, dass diese (durch Folter erhaltenen?) Informationen auf die Spur bin Ladens führten. Andererseits heißt es, dass der Angriff der Amerikaner auf das Anwesen bin Ladens in Pakistan nur deshalb am vergangenen Wochenende stattfand, weil Wikileaks diese Dokumente rechtswidrig veröffentlicht hat. Man habe befürchtet, dass Al Quaida die Wikileaks-Dokumente durchforstet und dabei Verdacht schöpfen könnte.
Diese Theorie kann allerdings nicht klären, wieso die USA nach der Niederschrift des Verhörs im Jahr 2008 dem verteufelten Terroristen-Anführer noch drei Jahre lang ein friedliches Leben in seiner Luxus-Villa gewährten - und das sogar noch länger getan hätten, wenn Wikileaks nicht das Todeskommando beschleunigt hätte. Da klingt es fast schon wahrscheinlicher, dass der beginnende Wahlkampf in den USA das Tempo des Vorgehens beeinflussten.
Das Argument, die US-Ermittler hätten sich durch eine längere Beobachtung weitere Informationen erhofft, wird jedenfalls durch die eine Angabe bei Politico abgeschwächt. Dort haben Vertreter der Regierung erklärt, dass die "special operations forces" der US Navy in bin Ladens Haus PCs, "thumb drives" und elektronische Geräte sicherstellen konnten, die jetzt von Hunderten von Ermittlern in Afghanistan durchforstet werden. Ein Fund, der von der Regierung jetzt schon als "Goldader für Nachrichtendienste" ("the mother lode of intelligence") bezeichnet wird. Warum hätte man auf diesen durchaus erwartbaren Superfund noch länger warten sollen?
Einen unschlagbaren Beweis gegen eine Einflussnahme der Wikileaks-Veröffentlichungen liefert der konservative Politico jedoch erst am Ende des Beitrags in Form einer patriotischen Anekdote. Dort heißt es, die Soldaten des Kommandos der Navy SEALs hätten gejubelt, als man ihnen den Auftrag mitteilte: "‘We think we found Osama bin Laden, and your job is to kill him".
Diesem Jubel folgte aber ein wochenlanges Training des Angriffs. Wikileaks kann also nicht für den Zeitpunkt verantwortlich gemacht werden.
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