Wellness- und Ski-Urlaub in einem Hotel in Südtirol?
Wir helfen Ihnen bei der Hotelsuche!
Wenn Sie sich von der Hektik des Berufsalltages befreien wollen, finden Sie in Hotels in Südtirol den idealen Ausgleich für Körper, Geist und Seele.
14. Mai 2011
Posted in Internet News
Die mutmaßliche Strategie von Yahoo-Chefin Carol Bartz wurde in den letzten Monaten immer fragwürdiger, nachdem ihre Handlungen immer mehr eine beabsichtigte Abwicklung des Geschäftsbereichs Internet zugunsten der Investitionen bei Alibaba vermuten ließen. Doch wie auch immer ihre Strategie aussah, gestern musste Bartz eingestehen, dass dieser Plan gescheitert ist. Die Chinesen haben Yahoo eiskalt auflaufen lassen und einen Teil des chinesischen Unternehmens abgetrennt.
Nach Darstellung von Yahoo gestaltete sich das so, dass Alipay, das Paypal-Äquivalent von Alibaba, ohne Zustimmung des Alibaba-Vorstands bereits im August 2010 den Eigentümer gewechselt hat und dass die Endkonsolidierung - also die vollständige Ausgliederung - zum Ende des 1. Quartals wirksam wurde.
Von Seiten Alibabas heißt es dagegen, dass diese Ausgliederung im Vorstand mehrfach diskutiert worden sei. Eine Abstimmung war aber nicht notwendig, weil die chinesischen Gesetze eine Übertragung notwendig machten. Um eine chinesische Lizenz zu erhalten, mussten die Eigentumsverhältnisse geändert werden. Was wohl konkret bedeutet, dass es keine ausländische Beteiligung bei Alipay geben darf, oder nur eine Minderheitenbeteiligung. Bei Alibab sitzt neben Yahoo aber auch Softbank Japan im Boot. Über die Notwendigkeit einer Trennung habe man den Vorstand sogar schon im Jahr 2009 infomiert, heißt es von Seiten Alibabas weiter.
Im Vorstand bei Alibaba sitzt aber unter anderem Yahoo-Gründer Jerry Yang, der als CEO von Yahoo Microsoft davon abgehalten hat, eine Irssinns-Summe von über 40 Milliarden Dollar für die Yahoo-Übernahme zu zahlen. Ihm müsste es schon aufgefallen sein, wenn die Eigentumsübertragung und Ausgliederung einer wichtigen Unternehmensabteilung angesprochen wurde. Immerhin würde es sich um eine Information von so großer Bedeutung handeln, dass eine Information der Investoren unumgänglich wird.
Womit sich der Eindruck aufdrängt, dass Yahoo - verkürzt gesagt - über den Tisch gezogen wurde. Die 43% Anteil, die Yahoo an dem florierenden China-Geschäft hält, sind plötzlich deutlich weniger wert, weil ohne Zustimmung des Vorstands ein Teil des Unternehmens abgespalten wurde.
Was das alles bedeutet, ist jetzt noch gar nicht absehbar. Yahoo droht jetzt zunächst einmal eine Untersuchung in den USA durch die Börsenaufsicht, weil diese Information nicht frühzeitig bekannt gegeben wurde und die letzten Bilanzen vermutlich auf falschen Angaben beruhen. Das Verhältnis zwischen Yahoo und Alibaba sowie insbesondere zum Alibaba-Gründer Jack Ma, der jetzt im Besitz von Alipay ist, dürfte gründlich zerrüttet sein.
Ein gerichtlicher Streit zwischen beiden Seiten scheint unausweichlich. Doch der wäre wohl in China zu führen und der bisherige Verlauf lässt das ungute Gefühl aufkommen, dass chinesische Geschäfte für westliche Unternehmen ein hohes Maß an Unberechenbarkeit enthalten.
Es sei denn, die Darstellung von Yahoo wäre falsch und Alibaba habe die Wahrheit gesagt. Dann hätte Yahoo noch viel größere Probleme als vermutet.
Links:
| < Neuere | Ältere > |
|---|




