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Gegen Cisco wurde in Kalifornien Klage beantragt. Dem Unternehmen wird von drei heute in den USA lebenden Chinesen der Vorwurf gemacht, es habe die chinesische Regierung aktiv und wissentlich bei der Verfolgung von Mitgliedern der religiösen Bewegung Falun Gong unterstützt.

Die Kläger stützen sich mit ihren Vorwürfen auf ein Marketing-Papier des Unternehmens, mit dem die chinesische Regierung von den Vorzügen von Ciscos Technologie überzeugt werden soll. Der "goldene Schild" beziehungsweise die "große Firewall" Chinas, bei deren Aufbau Cisco beteiligt war, steht im Vordergund der bereits im Jahr 2002 entstandenen Powerpoint-Präsentation.

Cisco wurde bereits vor Bekanntwerden des Prospekts im Jahr 2008 wegen seines chinesischen Engagements gerügt. Doch gerade die Wortwahl der Präsentation verschärfte diese Kritik, denn es ist in dem Papier beispielsweise von der "Bekämpfung" von Falun Gong die Rede. Im chinesischen Original wird dabei sogar ein Begriff ("douzheng") aus der Zeit der Kulturrevolution benutzt, mit dem man die politische Verfolgung von Feinden bezeichnet hat.

Cisco machte einen untergeordneten Mitarbeiter für das Papier und seine Wortwahl verantwortlich und distanzierte sich ansonsten von den Inhalten. Man bestand auch weiterhin darauf, dass China zwar Router und Switches von Cisco erhalten habe, doch dass es hierbei keine speziell chinesischen Anpassungen gegeben hat.

Das wird aber durch die Präsentation in Zweifel gezogen. Daher klagen die drei Exil-Chinesen und Falun Gong-Anhänger gegen das Unternehmen. Das übrigens auch im Namen von acht weiteren Chinesen, die infolge der Verfolgung in China gefoltert oder getötet wurden, beziehungsweise die unauffindbar verschwunden sind.

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