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26. Mai 2011
Posted in Internet News
Yahoo-Chefin Carol Bartz hatte es gestern anlässlich des "Yahoo Investor Day 2011" schwer. Trotz ihrer Sparpolitik insbesondere auf der Personalebene und den damit verbundenen Einsparungen von 2,1 Milliarden Dollar, sind die Aussichten für das Unternehmen nicht besser geworden. Die Einnahmen sind vielmehr in allen neun Quartalen und Bartz' Herrschaft im Jahresvergleich kontinuierlich gesunken. Der Marktwert des Unternehmens ist in den letzten fünf Jahren sogar um die Hälfte eingebrochen.
Beim Treffen gestern wurde trotzdem Optimismus verbreitet und insbesondere auf der Videoschiene will man sich künftig wesentlich mehr engagieren, um dort auch höhere Werbeeinnahmen zu erzielen. Immerhin hat man es anlässlich der Oscar-Verleihung in zwei Tagen auf über 1 Milliarde Seitenaufrufe gebracht, das sollte ein wiederholbarer Erfolg sein.
Doch irgendwie findet Yahoo nicht den Anschluss an andere Internet-Unternehmen, die von der positiven Entwicklung auf dem Markt für Online-Werbung profitieren. Das mag auch mit dem Vertrag zusammenhängen, den Bartz mit Microsoft-Chef Steven Ballmer vereinbart hat. Der Vertrag sieht unter anderem vor, dass Microsofts Werbenetzwerk Yahoo mit Anzeigen versorgt. Doch dem kommt Microsoft wohl nicht im erhofften Umfang nach, weshalb man auch die internationale Ausweitung der Zusammenarbeit erst einmal auf Eis gelegt hat.
Das aber ist schon eine beschönigende Darstellung, denn für diesen Deal musste Yahoo die eigene Suchmaschine opfern. Jetzt ist Yahoo kein Portal mit Suchmaschine mehr, sondern eine "digital media company", die durch ihre Beteiligung in Höhe von 43% an der chinesischen Internet-Erfolgsgeschichte Alibaba ein gut gesichertes zusätzliches Standbein hat. Das konnte man zumindest bis vor wenigen Tagen glauben.
Mitte Mai musste Yahoo dann aber gestehen, die Kontrolle in China verloren zu haben. Denn Alibaba hat das lukrative Bezahlsystem Alipay ausgegliedert und dem Alibaba-Chef Jack Ma alleine unterstellt. Ohne den Yahoo-Gründer Jerry Yang im Alibaba-Vorstand an der Entscheidung zu beteiligen und vor allem ohne finanziellen Ausgleich für den Investor Yahoo. Die bereits im letzten Jahr umgesetzte Entscheidung, über die man Yang und Yahoo angbeblich rechtzeitig informiert hat, wurde durch eine gesetzliche Forderung Chinas begründet. Yahoo will aber erst Anfang März 2011 davon erfahren haben. Wieso man dann dennoch anderthalb Monate wartete, bis auch die Investoren davon erfuhren, blieb auch beim Jahrestreffen ungeklärt.
Dass es an diesem Punkt nicht zur Revolte der Aktionäre kam, ist bemerkenswert. Immerhin sank der Aktienwert Yahoos seit Bekanntwerden der chinesischen Tricksereien nochmals um 13%. Und alle optimistischen Ärmel-Hochkrempeleien gestern sorgten für einen "Kurssprung" um gerade 1 Cent. Jetzt beträgt der Marktwert noch ca. 21 Milliarden Dollar. Wie viele der Aktionäre gestern wohl daran dachten, dass Microsoft vor gar nicht allzu langer Zeit bereit war, mehr als das Doppelte für eine vollständige Übernahme Yahoos auf den Tisch zu legen?
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