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Ein Beitrag der Wochenzeitschrift die Zeit, der leicht überarbeitet auch vom Handelsblatt übernommen wurde, stellt Vint Cerf als einen Gegner des Cloud Computing dar. Was eine überraschende Feststellung ist, wo der Internet-Pionier doch heute als Internet-Evangelist für Google um den Globus tingelt und Google wiederum das Cloud Computing als Technologie der Zukunft betrachtet.

Doch laut Zeit und Handelsblatt ist Cloud Computing der reinste Schrott: Cerf hält demnach "Cloud-Dienste für nutzlos" (Handelsblatt), "die Cloud (ist) alles andere als ausgereift" (Handelsblatt), die "Wolken taugten nichts, da sie nicht miteinander redeten" (Zeit) und sie haben "einen entscheidenden Mangel: Einmal dort eingegebene Daten ließen sich kaum wieder herausholen, geschweige denn auf andere Systeme übertragen" (Zeit).

handelsblatt

Das klingt nach vernichtender Kritik am Cloud Computing, ist aber vermutlich in erster Linie ein Verständnisproblem, oder der misslungene Versuch, das Thema reißerisch aufzupeppen. Sollte in Cerfs Worten tatsächlich Kritik an Googles Cloud-Plänen enthalten sein, dann ist es eine sehr vorsichtige, sich an den technischen Gegebenheiten orientierende Kritik.

Die von dem Zeit-Beitrag erwähnte Begründung für die mangelnde Ausgereiftheit der Cloud ist beispielsweise Cerfs Aussage, wonach die "Rechnerwolken (...) heutzutage ungefähr so weit (sind), wie es die Netzwerke 1973 waren".

Das aber ist keine neue Erkenntnis, sondern eher eine Art Standardtext Cerfs, wenn er die Entwicklung des Cloud Computing mit der Entwicklung des TCP/IP vergleicht, an dem er selbst beteiligt war. Konkret bezeichnet er damit den Umstand, dass die ersten Netzwerke auf Basis des Internet-Protokolls in den 70er Jahren keinen Datenaustausch vornehmen konnten. Es gab damals noch keine zuverlässigen Lösungen für eine solche Zusammenführung der Netzwerke.

Ähnlich verhält es sich im Grund heute mit den Clouds der verschiedenen Anbieter. Wobei in diesem Fall die proprietären Ansprüche der Anbieter eine mindestens ebenso große Rolle spielen, oder auch die notwendigen Maßnahmen zur Gewährleistung der Datensicherheit.

Doch für einen Technologie-Strategen wie Cerf ist es klar, dass eine weit verbreitete, nicht-lokale Datenspeicherung der Zukunft auch das Konzept des Datenaustauschs beinhalten muss. Wer Daten in Googles Cloud ablegt, sollte künftig beispielsweise die Möglichkeit haben, die Daten später auf einen anderen Anbieter zu übertragen. Es sollte ebenfalls möglich sein, Daten vollständig wieder aus der beziehungsweise aus einer Cloud zu löschen.

Dieses Ausmaß an Kontrolle kennen die bisherigen Cloud-Ansätze tatsächlich nicht. Das hat jedoch nichts damit zu tun, dass diese Clouds "nichts taugen", oder "nutzlos" sind. Es fehlt dem Cloud-Computing jedoch an einer Vereinbarung zwischen den verschiedenen Anbietern über die technischen Regeln, nach denen die Daten in der Cloud gespeichert, geschützt, abgerufen, transferiert oder gelöscht werden.

Mit anderen Worten, es fehlt der Internet-Welt noch ein Protokoll für das Cloud Computing. Doch das ist kein Grund, das Cloud Computing zu verdammen. Genausowenig wie das Fehlen geeigneter Protokolle für die Zusammenführung von Netzwerken im Jahr 1973 ein Grund war, das Internet Protokoll aufzugeben.

Cerfs Beitrag damals war es vielmehr, zusammen mit anderen Wissenschaftlern ein Verbindungsprotokoll (TCP) für offene Architekturen von IP-Netzwerken zu entwickeln. Heute hält er es dagegen für notwendig, ein Cloud Protokoll zu entwickeln und die Grundlagen dafür zu bestimmen. Eine Forderung, wie sie einem Internet-Pionier ansteht. Aber kein Grund, ihn als Cloud-Kritiker darzustellen. 

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