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Ein amerikanischer Soziologe hat eine Online-Umfrage unter den Autoren vorgenommen, die zu den "Top 1.000" Bewertern von Amazon-Produkten zählen. Sein Ergebnis: Das Bewertungssystem Amazons enthält das Potential, dem Kunden auch verfälschte Empfehlungen zu geben.

Zu diesem Eindruck kommt auch der nicht wissenschaftlich vorgebildete Leser bei der Information, dass 85% der insgesamt 166 "Reviewer", die an der Studie teilnahmen, bereits kostenslose Produkte von Verlegern, Vertretern, Autoren und Herstellern erhalten haben. Von dieser Gruppe wiederum haben 78% auch Bewertungen für diese kostenlosen Gaben geschrieben.

Das legt natürlich schon nahe, dass die Bewertung der Produkte positiv eingefärbt werden könnte. Ein Verdacht, der nicht schwächer wird, wenn man weiß, dass 40% der Bewerter berufsmäßige Schreiber sind und immerhin 11% ihrer Bewertungstätigkeit aus dem Ruhestand heraus nachgehen. Teilweise kann auch wirklich von einer regelrechten Beschäftigung ausgegangen werden, denn die Autoren bauen sich als Rezensenten eine "zweite Karriere" auf, wie der Soziologe meint.

Wobei es wohl nicht (nur) um materielle Vorteile geht. Der Online-Händler führt Listen der Top-Rezensenten, bei denen (vermutlich) sowohl die Zahl der Bewertungen als auch die Bewertung der Bewertungen ("x Kunden fanden diese Bewertung hilfreich") durch die Amazon-Besucher einfließen. Wie das Ranking zustande kommt, wird nicht angeben. Wer aber erst einmal auf dieser Liste aufgenommen wurde, entwickelt vielleicht auch den Ehrgeiz, auf der Liste zu bleiben, oder dort einen besseren Platz zu erobern.

Wobei es zu diesem Phänomen als auch zu den kostenlosen Rezensionsartikeln beiträgt, dass Amazon selbst den Top-Rezensenten die Teilnahme an einem Programm ("Amazon Vine") anbietet. Im Rahmen dieses Programms werden sowohl "Freebies" offeriert als auch Rezensionsvorschläge gemacht. Ähnliche Angebote etwa von Seiten der Händler werden dadurch in gewissem Sinne zusätzlich legitimiert.

Ein weiteres großes Problem sieht das PCMag aber darin, dass bei diesem System auch "Strohmänner" ("fake uber-reviewers") aufgebaut werden können, die dem Kunden den Eindruck vermitteln, man könne ihren Bewertungen mehr trauen als den Rezensionen in Fachzeitschriften. Womit gar nicht gemeint sein muss, dass diese Bewertungen dann bewusst gefälscht werden. Doch sie sind vielleicht in den positiven Bereich verschoben, weil die Autoren der Rezensionen darin bewusst oder unbewusst einen Vorteil für weitere Rezensionen sehen und weil sie selbst im Rahmen des Systems zu Produkt-Hortern geworden sind und immer mehr Rezensionsartikel erhalten wollen.

Das klingt tatsächlich nach einer greifbaren Gefahr. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass das PCMag auch eine Fachzeitschrift ist, und dass mit dieser Abwertung des Amazon-Systems auch die Rezensionen des eigenen Blatts aufgewertet werden. Zusammenhänge zwischen Geschenken an Journalisten und nachfolgenden Rezensionen soll es aber auch schon gegeben haben. Das sollte man der Vollständigkeit halber auch erwähnen.

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