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Die Lulzsec-Hacker, gerade erst scheinbar in den Untergrund abgetaucht, treten urplötzlich wieder in Erscheinung. Nach einer wahren Flut von Tweets am Sonntag, bei denen es (ansonsten belanglos) um die Verfolgung eines Fahrzeugs in Los Angeles ging, bekennt sich LulzSec nun zu einem Defacement der britischen Boulevard-Zeitung The Sun.

Das zu Rupert Murdochs Medien-Imperium zählende Blatt berichtete nach der LulzSec-Intervention über den angeblichen Tod des 80jährigen Medienmoguls. Nach diesem klassischen Defacement ("Entstellung") wurde die Website später auf das Twitter-Konto der Hacker umgeleitet. Ob es sich um einen gut durchdachten Hack handelt, oder um eine eher spontane Aktion, ist schwer zu sagen. In der Meldung von Murdochs Tod wird von der "Chemikalie Palladium" gesprochen (vgl. Screenshot), die Murdoch in großen Mengen zu sich genommen haben soll. Doch das ist allenfalls eine Anspielung auf Murdochs Geldgier, denn das dem Platin sehr ähnliche Edelmetall ist ungiftig.

Der Angriff auf die Sun ist aber vermutlich schon als politische Botschaft der Hacker zu sehen. Es geht hier um mehr als nur um einen Angriff auf ein verhasstes Medium, das einer von den Hackern unerwünschten politischen Richtung den Vorzug gibt.

Der Hack folgt den Berichten der letzten Tage über die illegalen Abhörmaßnahmen bei Murdochs "News of the World". Dieser seit langem bekannte Skandal kocht zur Zeit hoch und liefert den Hackern Munition. Noch vor dem Hack veröffentlichte LulzSec das folgende Tweet, das die Motivation der Hacker vielleicht verständlich machen sollte: "Denkt daran, wir hier bei LulzSec billigen keine Kriminellen. Jeder einzelne von ihnen, uns ausgenommen, sollte für immer hinter Gitter".

Damit wurde eine Analogie zwischen den Hackern und Murdochs journalistischen Spitzbuben aufgebaut, die man bei LulzSec wohl beabsichtigte. Die Botschaft der Hacker ist es vermutlich, dass beide Seiten sich krimineller Methoden bedienen. Womit sie sicher nicht unrecht haben.

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