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Mozilla kündigt im eigenen MozillaWiki ein ambitioniertes Vorhaben an: Mit "Booting to the Web" soll eine OS-Grundlage für ein eigenes, mobiles Betriebssystem geschaffen werden. Ein Vorhaben, das sich noch in einer sehr frühen Phase befindet. Doch man hat bei Mozilla wohl erkannt, dass Firefox, Thunderbird und andere Mozilla-Entwicklungen eine Überlebensstrategie benötigen - und zwar dringend.

Das Problem zeichnet sich schon seit Jahren immer deutlicher ab: Kern der Entwicklungsarbeit, an der auch einige Netscape-Veteranen beteiligt waren, liegt in der Firefox-Entwicklung. Dieser Alternative zum Microsoft Internet Explorer hat in den vergangenen Jahren die Monopolstellung Microsofts auf diesem Gebiet unterminiert und beansprucht weltweit Marktanteile von beträchtlicher Größe für sich.

Die Kooperation mit Google hat sich dabei als sehrt vorteilhaft erwiesen, denn die Einbindung des Google-Suchschlitzes hat die Kassen sowohl der Mozilla Foundation als auch des Unternehmensteils gut gefüllt gehalten. Doch dann kam vor drei Jahren Chrome, Googles zunächst (2006) insgeheim gestartetes Browser-Projekt. Dieser Browser, der zusammen mit Android eine eigenständige mobile Plattform ergibt, musste von Mozilla als Bedrohung angesehen werden. Google zahlte zwar weiter für seinen Suchschlitz bei Firefox. Doch es konnte keinen Zweifel daran geben, dass das Hauptaugenmerk der Suchmaschine der eigenen Entwicklung galt und auch weiterhin gilt.

Welchen Platz hat Firefox in diesem Szenario? Einen sehr kleinen, der Browser wurde zum Auslaufmodell.

Den Mozilla-Entwicklern musste sich nach dieser Bekanntgabe (bei Mozilla wusste man angeblich schon sehr früh von dem Vorhaben) die Frage nach dem künftigen Platz im Online-Biotop stellen. Wie sollte man das Überleben des Browsers in einer zunehmend mobil werdenden Umgebung sichern? Die Frage verschärft sich, weil zunehmend erkennbar wird, dass Googles Android und Apples iOS in den kommenden Jahren die beiden wichtigsten Systeme sein werden. Beide Systeme haben bereits ihre eigenen Browser integriert. Und noch viel wichtiger: Beide Betriebssysteme werden vor dem Hintergrund entwickelt, mobile Werbung zur Haupteinnahmequelle zu machen. Wobei den beiden Browsern Schlüsselfunktionen zukommen.

In dieser Situation wird verständlich, dass Mozilla im Grunde nur die Flucht nach vorne als Ausweg bleibt. Ob das mit "Boot to Gecko" gelingen wird, ist eine andere Frage. Die noch sehr vorläufigen Angaben zeigen, dass man sich für ein pragmatisches Vorgehen entscheiden wird und beispielsweise auf neu zu entwickelnde Web APIs setzt, um die ganzen Features mobiler Geräte einsetzen zu können. Gleichzeitg schielt man auf ein System, das zu Android kompatibel sein wird, um damit auch hinsichtlich der Geräte eine gewisse Auswahl bieten zu können. Bei Apples geschlossendem iOS verbietet sich das ja aus verständlichen Gründen.

Dennoch scheint es ein mutiger Plan zu sein, die gesamte Entwicklungsarbeit im Rahmen eines Open Source-Projektes zu bewältigen. Wobei eben auch zu bedenken ist, dass es hier nicht nur um die Code-Entwicklung geht. Man muss damit rechnen, dass die Mozilla-Pläne beispielsweise durch Software-Patente behindert werden können, dass zusätzlich Marketing-Kosten in beträchtlicher Höhe zu stemmen sind, und dass ein neues System ohne die Unterstützung anderer Unternehmen kaum einen Aussicht auf Markterfolg haben wird. Dass Google zu diesen Unternehmen zählen wird, scheint jedoch sehr unwahrscheinlich.

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