Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
01. August 2011
Posted in Internet News
Google hat nach Angaben des Wall Street Journal "1.000 Technologie-Patente" von IBM gekauft. Der Kauf wird von einem Google-Sprecher bestätigt, ein Preis wird nicht genannt.
Zu den Schutzschriften zählen auch Patente, die sich mit der "Herstellung und Architektur von Speicher- und Mikroprozessor-Chips" beschäftigen. Also mit Techniken, die nur mittelbar mit Googles Kerngeschäften zu tun haben. Das macht es wahrscheinlich, dass diese Patent-Übernahme "en gros" nur dem Zweck dient, Spielgeld für den unter US-Unternehmen beliebten Patent-Poker zu erwerben.
Der Inhalt beziehungsweise Gegenstand der Patente ist dabei zweitrangig: Sobald ein Unternehmen dem anderen vorwirft, geschütztes geistiges Eigentum widerrechtlich zum Einsatz zu bringen, kann das derart beschuldigte Unternehmen dem Gegner ein entspanntes "Contra" entgegenschleudern. Das gilt erst recht, wenn es sich um Patente handelt, die gebräuchliche Verfahren wie die Herstellung und Architektur von Speicherbausteinen und Mikro-Chips schützen.
Interessant wäre es im Fall der aktuellen Patent-Übernahme bestenfalls, wie viel Geld Google für dieses geistige Hilfspaket zahlen musste. Beim letzten Rausverkauf von Patenten, bei denen es um den Patent-Bestand des kanadischen Unternehmens Nortel ging, hatte Google mit seinen Geboten erkennen lassen, wie wenig ernst man die ganze Patent-Chose nimmt. Zunächst wurden 900 Millionen Dollar geboten, dann 1.902.160.540 Dollar (Brunsche Konstante), 2.614.972.128 Dollar (Meissel-Mertens-Konstante) und schließlich sogar 3.141 Milliarden Dollar, worin man unschwer die mathematische Kreiszahl Pi erkennen kann.
Vielleicht hat Google auf diese Art und Weise "spielerisch" die Gebote der Gegenseite erhöht, denn das Konsortium der ungleichen Partner Apple, EMC, Ericsson, Microsoft, RIM und Sony hat schließlich 4,5 Milliarden für die Nortel--Patente auf den Tisch gelegt. Soviel wollte die Suchmaschine für dieses im Paket erhältliche geistige Eigentum nicht bezahlen. Doch man nahm es hin, dass die Konkurrenz die Patente erwirbt.
Nun, nach dem Kauf von 1.000 IBM-Patenten hat Google ja erst einmal genügend Material in Petto, um auch ohne die Nortel-Schutzschriften mit den anderen Patent-Inhabern zu zocken.
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