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Vor wenigen Tagen berichtete das Blog Blogstorm über eine mögliche Manipulation der Google Suchergebnisse durch den Chrome-Browser. Inzwischen hat der Blogger seine Angaben korrigiert und macht eine Chrome-Erweiterung dafür verantwortlich. Doch das macht das eigentliche Problem nicht kleiner.

Die Beobachtuing, die der Blogger machte, lässt sich leicht zusammenfassen: Bei praktisch jedem Suchergebnis lieferte sein Browser plötzlich mehrere Amazon-Links an erster Stelle. Das blieb sogar so, als er die fragliche Erweiterung "Awesome Screenshot" deaktivierte. Erst nachdem er sie komplett vom Rechner gelöscht hatte, verschwanden die Amazon-Links wieder von der prominenten Position.

Das Problem wird auch von anderen Quellen bestätigt und man kann vermuten, dass bei allen 420.000 Benutzern der Erweiterung Amazon-Links ausgegeben werden, und dass dies vom Entwickler absichtlich so vorgesehen wurde, um über das Partner-Programm des Händlers Profit zu machen. Inzwischen hat auch Google reagiert und die Erweiterung aus seinem Chrome Webstore entfernt.

Doch das eigentliche Problem meint das Blog TechRaga in einem Kommentar, ist in der mangelnden Kontrolle Googles über den Webstore zu sehen. Im Unterschied zu den Mozilla Extensions ist dort keine Kontrolle der Erweiterungen vorgesehen. Die Kontrolle basiert weitgehend auf dem Prinzip der Selbstregulation, die im Fall der Screenshot-Software aber versagte.

Die über 12.000 Bewertungen der Software waren überwiegend sehr gut, was für die propagierte Kernfunktion der Screenshot-Erstellung wohl auch gilt. Dass früher keine Warnungen über die "Nebenwirkungen" der Erweiterung öffentlich wurden, kann verschiedene Ursachen haben. Vielleicht haben die Anwender die regelmäßigen Werbeeinblendungen nicht bemerkt, oder sie haben aus den beschriebenen Gründen die Erweiterung nicht mit den Amazon-Suchergebnissen in Verbindung gebracht. Und da Google ja gerade bei Chrome individuelle, das heißt nicht vergleichbare Ergebnisse liefert, könnten die Amazon-Links auch natürliche Suchergebnisse sein.

Denkbar ist allerdings auch, dass die Amazon-Funktion erst bei einer kritischen Menge von Downloads aktiviert wurde, was die ganze Geschichte noch unangenehmer macht. Denn ohne Kontrolle der Anwendungen könnten so Trojaner-Funktionen eingeschleppt werden, die erst später ihre "Payload" (in etwa "Bombenfracht") zu erkennen geben.

Google sollte daher vielleicht im Webstore ein ähnliches System zur Anwendung bringen, wie es bei Firefox bereits üblich ist. Alle von Firefox angebotenen Erweiterungen werden von Mozilla geprüft. Bei allen Erweiterungen, die auf anderen Websites angeboten werden, übernimmt der Anwender selbst das volle Risiko.

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