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22. August 2011
Posted in Internet News
Die Auseinandersetzung zwischen den früheren Partnern Julian Assange (Wikileaks) und Daniel Domscheit-Berg (Openleaks) entwickelt sich immer mehr zu einem blutigen Rosenkrieg. DDB hat am Wochenende über Spiegel online verbreiten lassen, dass er 3.500 unveröffentlichte Wikileaks-Dokumente unwiederbringbar vernichtet hat.
Laut einer anonymen Stellunggnahme bei WL Central folgte die Vernichtung der Daten dem Scheitern der Verhandlungen beider Seiten. Andy Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club soll demnach seine Rolle als Vermittler aufgegeben haben, weil er an der Integrität des Ex-Wikileaks-Mannes DDB gezweifelt hat. In der vergangenen Woche hatte der CCC den Openleaks-Gründer von der Mitgliedschaft ausgeschlossen.
Als Begründung hieß es jedoch, DDB habe versucht, den Hacker-Club für eigene Zwecke zu instrumentalisieren. Auch die Gründe, warum DDB nun die fraglichen Dokumente vernichtete, werden widersprüchlich angegeben. Laut Spiegel will DDB damit die Informanten schützen, die Wikileaks diese Informationen übergeben haben, von Wikileaks aber keinen wirksamen Schutz erwarten können. In der Lesart der anonymen Stellungnahme hat DDB die Dokumente erst gestohlen, dann Wikileaks damit erpresst und nun schließlich die Dateien zerstört, weil Müller-Maguhn die Verhandlungen beendet hat. Oder, wie man es auch interpretieren könnte, weil der CCC-Mann Partei für die Gegenseite ergriffen hat.
Was davon nun Dichtung und was Wahrheit ist, wird sich vermutlich nie klären lassen. Die Geltungssucht der Beteiligten war schon zuvor erkennbar geworden und es ist unter diesen Bedingungen kaum möglich, objektive Informationen zu erhalten. Der Verlust der Informationen ist jedenfalls höchst bedauerlich. Bei den zerstörten Informationen soll es sich unter anderem um die "No-Fly-List" der US-Regierung gehandelt haben. Eine geheime und vermutlich fehlerhafte Liste von Menschen, die aufgrund irgend welcher Verdachtsmomente nicht auf US-Flügen transportiert werden dürfen.
Außerdem soll es sich um Informationen über 20 rechtsextemistische Gruppen, um Gigabyte an Daten der Bank of America, um "Abhör-/Überwachungs-Arrangements" ("US Intercept Arrangements") der US-Regierung bei 100 Internet-Firmen sowie um 60.000 Mails der deutschen NPD gehandelt haben. Diese Dokumente, für deren Veröffentlichung anonyme Whistleblower vermutlich Einiges riskiert haben, wurde jetzt also dem Streit zwischen DDB und Assange geopfert.
Da ist es tröstlich, dass zumindest eines der beiden Streithühner ab jetzt der Vergangenheit zuzuordnen ist. Denn wer glaubt ernsthaft, dass Daniel Domscheit-Berg und sein Openleaks nun noch ein authentisches Dokument eines echten Whistleblowers erhalten wird, nachdem er diese Dokumente zerstört hat?
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