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Laut verschiedenen Medienberichten´hat der Marktforscher GlobalWebIndex einen "scharfen Rückgang" bei der Nutzung mehrerer Facebook-Aktivitäten in Nordamerika und Großbritannien festgestellt. In den USA war die Abnahme besonders spürbar.

Dort soll beispielsweise der Versand von Botschaften an Freunde um 14,8% zurückgegangen sein. Auch die Zahl der Neuzugänge bei den verschiedenen Facebook-Gruppen fiel um 12,8% geringer aus und die Zahl der Software-Installationen (Apps) nahm um über 10% ab.

Laut Mashable werden die Ergebnisse von einem Facebook-Sprecher jedoch abgetan. Man erhalte immer wieder solche Berichte, wonach die Beteiligung der Anwender in bestimmten Regionen nachlasse. Meistens seien die aus diesen Ergebnissen gezogenen Schlüsse jedoch falsch. Etwa, weil die Aussagekraft der Studien von begrenzter Natur ist, oder weil saisonale Faktoren unberücksichtigt bleiben.

Womit vermutlich darauf angespielt wird, dass die Ergebnisse des Marktforschers sich auf die Entwicklung zwischen Juni und Juli dieses Jahres beziehen und während der Sommermonate mit einem allgemeinen Rückgang der Online-Aktivitäten zu rechnen ist. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn der Rückgang der Zahlen war in den USA, Kanada und Großbritannien besonders stark spürbar. In anderen Ländern waren die Schwankungen auch feststellbar, oft allerdings nur in deutlich geringerem Ausmaß. Der vom Sommer bedingte Rückgang müsste in den USA also besonders stark ausgefallen sein, oder es haben andere Faktoren eine Rolle gespielt.

Der Marktforscher, der sich auf die Angaben von 100.000 Befragten in 27 Ländern stützen kann, spricht daher von einer Facebook Ermüdung ("Fatigue"), die trotz des allgemeinen Anstiegs der Facebook-Nutzung auf globaler Ebene feststellbar ist. In kleineren, eher qualitativen Studien war übrigens schon häufiger von einer Facebook-Ermattung die Rede.

Bei einer Untersuchung der Purdue University im vergangenen Jahr meinten etwa die Hälfte der Befragten, dass sie Facebook weniger nutzen, weil sie es "weniger interessant bzw. langweilig" finden. Allerdings hat sogar das Wall Street Journal schon vor einiger Zeit festgestellt, dass echte Freundschaften daran Schaden nehmen könnte, wenn man sich gegenseitig ständig die aktuelle Speiseaufnahme, die Gründe für die Zuneigung zum eigenen Ehepartner oder andere private Trivialitäten  mitteilt. Vielleicht wird das jetzt auch vom Mainstream erfasst.

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