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Von der Tendenz her lässt sich behaupten, dass zur Bekämpfung der Online-Piraterie immer häufiger auch die Manipulation des Domain Name System angeordnet wird. Dieses harte Durchgreifen, der Versuch, das Übel bei der Wurzel zu packen, hat allerdings einen interessanten Nebeneffekt: Die bereits fast in Vergessenheit geratenen "alternativen Root Systeme" feiern plötzlich fröhliche Urständ.

Grob zusammenfassend dargestellt hatten diese Systeme vor etwa 10 Jahren ihren vorläufigen Höhepunkt, als aus netzpolitischen aber auch aus kommerziellen Gründen alternative Root Systeme (Wikipedia) entstanden. Die Einen wollten sich gegen die Bevormundung durch ein von den USA kontrolliertes Internet zur Wehr setzen (Archivtext) . Die Anderen wollten die von den USA (damals noch) gebremste Entstehung neuer Top Level Domains vorantreiben und versuchten ein eigenes profitables System alternativer NICs zu etablieren.

Beide Motive verhinderten das Scheitern dieser DNS-Rebellen nicht. Die Hauptgründe: Die notwendige Änderung der DNS-Einstellungen auf Client-Seite verlangt entweder vom Anwender gewisse Frickler-Qualitäten, oder einen kritischen Eingriff in das System mit Hilfe von Software. Dies wiederum wirft etliche technische und rechtliche Probleme auf. Die Möglichkeit, dass große Provider solche Systeme unterstützen, scheiterte dagegen meist schon an der spinalen Insuffizienz der Verantwortlichen.

Damit blieben die DNS-Alternativen immer eine Randerscheinung.

Doch seit einigen Monaten ist das US-Heimatschutzministerium dazu übergegangen, Domains von "Piraten-Websites" zu beschlagnahmen, die sich der US-Gerichtsbarkeit entziehen. Gleichzeitig befinden sich Gesetzesanträge (z.B. PROTECT IP) in der Mache, mit DNS-Eingriffe durch einfache richterliche Anordnung möglich werden könnten.

Es war daher wenig überraschend, dass schließlich auch der Sprecher von ThePirateBay im vergangenen Jahr alternative Root Systeme verlangte - schließich ist die Domain thepiratebay.org in mehreren europäischen Ländern auf gerichtliche Anordnung gesperrt. Tatsächlich ist nun ein Jahr und einige DNS-Eingriffe später mit dem britischen BlockAid.me erstmals wieder ein neues alternatives System aufgetaucht, das die noch vor sich hin vegetierenden Oldtimer der DNS-Rebellen ergänzt.

Die alternative Bezeichnung "PeerDNS" des alternativen Root Systems lässt dabei keine Zweifel daran aufkommen, welche Zielgruppe man ansprechen möchte. Noch befindet sich BlockAid.me in der Experimentalphase, wie es vornehm heißt.

Doch der Vorstoß hat Potential, denn die Unzufriedenheiten mit den Heimatschutz-Maßnahmen sind unübersehbar. Allerdings beschränken sich die Unzufriedenheiten in der Gesellschaft auch nicht auf DNS-Sperren von Piraten-Websites. Von daher ist es höchst ungewiss, ob BlockAid.me den Realitätstest wirklich bestehen kann.



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