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20. Oktober 2011
Posted in Internet News
Nokia wird heute den jüngsten Quartalsbericht vorstellen und die Analysten sind sich mit ihren Prognosen in einem Punkt einig: Auch die neuen Zahlen werden keinen Grund zum Feiern geben. Vor allem bleibt immer noch eine große Unbekannte, welche Richtung das finnische Top-Unternehmen tatsächlich einschlagen wird. Trotz oder gerade wegen der richtungsweisenden Bekanntgabe einer Partnerschaft mit Microsoft im Februar.
Ein sehr trübes Stimmungsbild liefert dazu die GlobalPost, das sie mit einem Blick auf den Firmenparkplatz im finnischen Tampere aufmacht. Der sei um 4:00 Uhr am Nachmittag praktisch verwaist. Die Mitarbeiter machen Dienst nach Vorschrift, an freiwillige Mehrarbeit sei nicht zu denken. Und die Ursache dieser Entwicklung sei ganz oben an der Spitze des Unternehmens zu suchen, bei Firmenchef Stephen Elop.
Die Erklärung der GlobalPost klingt nachvollziehbar: Elop hat den Mitarbeitern im Februar seine Sicht der Dinge mitgeteilt und ihnen eröffnet, dass sie sich in einer desolaten Situation befinden. Was sie bisher produzierten hat keine Zukunft und die neuen Publikumsmagneten von Apple und Google werden bald den Markt beherrschen. Im niedrigen Preissegment wird Android die kostengünstigen Nokia-Geräte verdrängen, bei den Smartphones wird das iPhone Nokia das Wasser abgraben. Die Mitarbeiter Nokias fragten nach dieser Feststellung mit einigem Recht, wie dieses eher demotivierende Downer-Memo es so schnell in die Presse schaffen konnte. Wenn das Papier die Mitarbeiter aufrütteln sollte, dann hat es seine Wirkung verfehlt, wie die Parkplatz-Metapher zeigt.
Erfolge konnte Elop in seiner fast einjährigen Amtszeit selbst nicht vorlegen, sieht man von der Partnerschaft mit Microsoft ab. Doch Finnland ist das Heimatland von Linus Thorvald und damit fühlt man sich dort dem rebellischen Alternativ-System schon "vom Bauchgefühl her" sehr viel mehr verbunden als dem Noch-Monopolisten aus Redmond. Nokias eigene OS-Planung, der Linux-Abkömmling Mee-Go, wurde von Elop aber faktisch gestoppt. Obwohl Mee-Go es neben iOS und Android an die Spitze hätte schaffen können.
Auch das ein weiterer Affront für die Belegschaft, für die Elops Botschaft sich nun so zusammenfassen lässt: "Was ihr bisher gemacht habt, wird nicht mehr gebraucht, was ihr machen wolltet, habe ich euch genommen und was ihr tun könnt, machen wir am Besten nach Anweisung von Microsoft".
Kein Wunder also, dass über dem Nokia Parkplatz nach der Regelarbeitszeit die Raben kreisen. Es ist auch kein Wunder, dass die Mitarbeiter an Konspiration glauben und Elop für einen "Maulwurf" Microsofts halten. Was auch aus anderen Gründen nicht sehr schwer fällt. Denn Elop war bekanntlich vor seinem Job in Finnland bei Microsoft beschäftigt. Seinen letzten Job als CEO hatte er bei Macromedia, doch diese Position hatte er nur wenige Monate inne, denn Macromedia wurde unter seiner Führung verkauft.
Da könnte man schon auf den Gedanken kommen, dass bei Nokia insgeheim Ähnliches geplant ist. Die "hidden Agenda" könnte es sein, Nokias Wert nach unten zu ziehen, um Microsoft eine billige Übernahme zu ermöglichen. Wenn die heute veröffentlichte Bilanz entsprechend negativ ausfällt, wird diese Theorie neuen Aufwind erhalten.
Auch wenn diese Theorie ignoriert, dass der Nokia-Vorstand kein Interesse an einem solchen Plan haben kann. Die Vorstandsmitglieder müssten blind und taub sein, einen Maulwurf Elop zu ignorieren. Dass sie ihn gewähren lassen, spricht eher dafür, dass sie ihn samt seiner Einschätzung akzeptieren. Aber das ist vermutlich noch schwerer zu akzeptieren.
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