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24. Oktober 2011
Posted in Internet News
Wikileaks braucht dringend Bares und verzichtet vorläufig auf die weitere Publikation von "geleakten" Dokumenten, um den eigenen Mittelbedarf zu unterstreichen. Für den akuten Geldmangel machen Wikileaks beziehungsweise Wikileaks-Sprecher Julian Assange eine "Blockade" durch Bank of America, Visa, Mastercard, PayPal und Western Union verantwortlich.
Um den Notstand zu verdeutlichen, liefert Assange einige Zahlen. Man habe im vergangenen Jahr monatlich Spendeneinnahmen von 100.000 Euro verzeichnet, meint er anlässlich einer Pressekonferenz. Doch mittlerweile seien die Zahlen auf 6.000 Euro bis 7.000 Euro pro Monat zurückgegangen.
Wie es im Guardian dazu heißt, bedeutet das für Wikileaks einen kumulierten Schaden in Höhe von 40 bis 50 Millionen Euro. Ein Beispiel höherer Mathematik, dem man nicht folgen kann, selbst wenn man es gerne möchte.
Auch was die Blockade durch die genannten Organisationen angeht, ist der Vortrag Assanges nicht ganz nachvollziehbar. Die Behinderungen etwa durch die Kreditkartengesellschaften oder die eBay-Tochter Paypal sind bestens dokumentiert und Wikileaks hat sich nach besten Kräften bemüht, andere Zahlungswege publik zu machen. Auf wikileaks.ch werden beispielsweise Konten in Island und Deutschland angegeben, die Zahlungen an Wikileaks weiterleiten.
Doch vermutlich sind nicht nur eingeschränkten Zahlungswege ein Grund für den Rückgang der Spendeneinnahmen. Realistisch betrachtet stehen diese Spenden in direkter Korrelation zur Öffentlichkeit, die die Organisation erreicht. Aber in dieser Hinsicht ist das laufende Jahr mit dem vergangenen Jahr nicht zu vergleichen. Und würde man die Presseberichte der vergangenen Monate inhaltlich genauer unter die Lupe nehmen, dann wäre auch festzustellen, dass die Wikileaks-Enthüllungen zunehmend von Enthüllungen über Assanges Privatleben abgelöst wurden.
Eine Entwicklung, zu der auch die offene Auseinandersetzung Assanges mit dem "Spalter" Daniel Domscheit-Berg wesentlich beigetragen haben mag. Die unübersehbare angestrebte Personalunion zwischen Assange und Wikileaks könnte damit unterm Strich sogar einen größeren Spendenausfall verursacht haben als die Blockade der Finanzunternehmen.
Wer aber wollte Assange daraus einen Vorwurf machen? Denn ohne ihn hätte Wikileaks vermutlich nicht die Bekanntheit erreicht, die die Plattform heute genießt.
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