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Das Wall Street Journal wiederholt Gerüchte, die bereits seit der vergangenen Woche kursieren: Google arbeitet demnach an der Fertigstellung von Google Music und will den Dienst (zur Zeit schon als Music Beta in Betrieb) in den kommenden Tagen starten. Doch das Finanzblatt hat eine ergänzende Info zu bieten: Google Music soll durch Musikempfehlungen via Google+ ergänzt werden. Eine Ankündigung, die Sprengstoff enthalten könnte.

Zur Erinnerung: Google Music wird von Google schon seit über einem Jahr geplant, doch die großen Musik-Labels versagen dem Dienst ihre Unterstützung. Sie wollen Google keine Musik verkaufen lassen. Während via Apple iTunes Musik der vier führenden Labels erworben werden kann, sollen angeblich höchstens zwei zur Kooperation mit Google Music bereit sein. Es wird spekuliert, dass EMI und Universal diese Partner sein könnten.

Ursache der Zurückhaltung ist es unter anderem, dass Googles Online-Schließfach ("Locker") für die Speicherung von MP3-Dateien den Labels missfällt. Nun hat sich aber Google bereits vor einiger Zeit die Firma Gizmo5 einverleibt und damit den MP3-Profi Michael Robertson. Der wiederum hat mit seinem eigenständig gebliebenen Unternehmen MP3Tunes einen Sieg über die Musikindustrie errungen, der für Google noch sehr hilfreich sein kann.

Laut dem Urteil ist es rechtlich nicht zu beanstanden, wenn Anwender eigene MP3-Dateien für ebenso eigene Zwecke in einen Locker laden. Womit Googles eigener Locker ebenfalls Schutz vor den Angriffen der Musikindustrie genießt.

Was für eine Horror-Vorstellung muss es nun für die Musikindustrie sein, wenn Google sein soziales Netzwerk Google+ mit einem Zugang zu diesem Locker ausstattet? Und wenn womöglich noch die Nutzer von Google+ dazu ermächtigt würden, die Musik aus anderen Schließfächern einzusehen oder gar als Stream testweise anzuhören? Man muss sich das nur vorstellen: Was würde wohl passieren, wenn den Freunden die Musik gefällt, die als MP3-Datei im Online-Schränkchen ihrer Google+-Freunde und vermutlich auch auf der lokalen Festplatte liegt? Beides unweit des Schalters "GMail"? Das Ergebnis wäre vorsichtig gesagt vorhersehbar.

Nun hat Google diese Möglichkeit bisher nicht vorgesehen - und das Unternehmen muss diese unverblümte Einladung zum Musiktausch unter Freunden letztendlich auch nicht einrichten. Doch es könnte eine Entscheidungshilfe für die Musik-Labels sein, diese Option des ungeliebten Verhandlungspartners einmal durchzudenken.

Die Möglichkeit, wie sie das Wall Street Journal sieht, dass eine Verweigerung der Labels das Projekt Google Music gefährden könnte, wird dann jedenfalls deutlich unwahrscheinlicher.



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