suedtirol-wellnessWellness Südtirol

In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Wie angekündigt und vielleicht von Einigen sogar wirklich erwartet, stellt Nokia auf der Jahreskonferenz Nokia World 2011 in London zwei neue Smartphones auf Basis von Microsoft Windows vor (Pressemitteilung). Die beiden Geräte, das Lumia 800 und das Lumia 710 sollen 420 Euro respektive 270 Euro kosten. Die Geräte werden im 4. Quartal auf den Markt kommen, wobei in Deutschland wohl ein Abkommen mit der Deutschen Telekom über den Vertrieb der Geräte existiert.

800Es gäbe nun noch viel zu sagen über die technischen Spezifikationen, die vielen Farben, in denen die Geräte erhältlich sind, das Design des Lumia-Gehäuses, das aus einem Guss gefertigt ist, die verwendete Zeiss-Optik der Kamera oder auch das AMOLED-Display. Sicher sind alle diese Details bemerkenswert und hätten vor einigen Jahren noch für Furore gesorgt.

Die Reaktion heute scheint gelassener: "Da sind sie also endlich, die ersten greifbaren Ergebnisse der Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Nokia. Haben die beiden Geräte eine Chance auf dem Markt? Vermutlich ja. Wird es ihnen gelungen, die Apple- und Android-Geräte zu verdrängen? Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit nein!"

Man darf beispielsweise von dem neuen Nokia-Flagschiff Lumia 800 keinen iPhone-Killer erwarten. Das tut auch kein normaler Mensch, höchstens ein Analyst oder ein missionierender Börsianer. Wer wohlwollend auf die Partnerschaft Mincrosoft-Nokia blickt, wird sich freuen, dass das Lumia 800 hinsichtlich der technischen Spezifikationen und vor allem hinsichtlich der Außenmaße annähernd an das iPhone heranreicht. Wer etwas gegen die Partnerschaft hat, wird höchstens Apples Siri um eine Stellungnahme bitten. Mehr lässt sich dazu im Moment wirklich nicht sagen.

asha300Allerdings lohnt sich ein Blick über die beiden Windows-Smartphones hinaus. Denn Nokia hat noch weitere Telefone vorgestellt, die man vorsichtiger nicht als Smartphone, sondern als "smarter mobile phone" bezeichnet. Und diese Entscheidung ist vielleicht smarter als man denkt. Die vier neuen Geräte Asha 303, Asha 300, Asha 200 und Asha 201 kosten nur zwischen 115 Euro und 60 Euro, bieten dafür aber eine ganze Menge. Im Fall des Asha 303 etwa einen Touchscreen und eine QWERTY-Tastatur, 3G-Zugang und WLAN, Internet-Nutzung (mit komprimierter Datenübertragung vglb. Opera) mit sozialen Anwendungen und selbstverständlich auch Angry Birds. Oder, auch sehr praktisch, beim 60 Euro teueren Modell 200 die Möglichkeit des einfach umschaltbaren Dual SIM-Betriebs.

Alle diese Geräte sind eher für die weniger entwickelten Märkte gedacht und Nokia will damit ausdrücklich die "nächste Milliarde Menschen" online bringen. Doch wer weiß, ob diese Produktlinie nicht auch die Online-Jugend in der Post-iPhone-Ära zufriedenstellen kann.

Es mag zur Zeit mit Blick auf den iPhone-Kult noch fast gotteslästerlich klingen, aber wenn heute Menschen auf die Straßen gehen und gegen die Gier der Banken protestieren, dann werden sie vielleicht auch bald schon etwas mehr über ihre ständigen Begleiter nachdenken. Vielleicht werden sie dann auch darauf verzichten, auf einem Gerät über die polizeiliche Gewalt zu twittern, für das chinesische Arbeiter unter Bedingungen arbeiten müssen, die man selbst von mexikanischen "Immigranten" oder von russischen Schwarzarbeitern nicht kennt.

Die "neue Sparsamkeit", auf die die Welt zusteuert, könnte für die Asha-Geräte genau das richtige Umfeld bieten. Nicht zuletzt ist Nokia mit dem mobilen Massenmarkt erst richtig groß geworden.



Du musst Dich anmelden oder registrieren, um einen Kommentar zu schreiben.

am häufigsten aufgerufen...