Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
01. November 2011
Posted in Internet News
Steve Jobs hatte einen Ruf wie Donnerhall, der auch postmortem noch seine Auswirkungen zeigt. Ein kleines Beispiel dafür: Seit Tagen tauschen sich Nutzer des neuen iPhone 4s im Apple-Forum über die allzu schnelle Entladung ihres Akkus aus. In über 2.500 Replies auf das Original-Posting wird das Problem häufig bestätigt. Doch auch wenn immer noch keine offizielle Erklärung zu dem Problem vorliegt, wagt es kein Pressevertreter, von einem systematischen Fehler oder gar einem "Batterygate" des iPhone zu sprechen.
Zu sehr sitzt den Journalisten noch in den Knochen, wie Jobs sie für ihre Antennagate-Berichterstattung zurechtwies. Damals, im Sommer 2010, überschlugen sich die Medien mit Berichten, wonach das iPhone 4G ein Antennenproblem hat. Fasst man das Gerät falsch an ("Death Grip"), fällt der Empfang laut den angezeigten Balken zusammen und das Gespräch kann abbrechen.
Das Problem existierte, was auch Jobs nicht leugnen wollte. Doch viel deutlicher als das kam seine Botschaft an, dass die Presse absolut überreagiert hat und Apple unfair behandelt wurde. Viele Pressevertreter durften damals das erste Mal einen Apple-Chef erleben, wie ihn sonst nur die Mitarbeiter kannten. Einen Jobs, der ihnen das Gefühl vermittelte, eigentlich nur "Scum" zu sein, aber sich durch seine Gnade dennoch eine Nische auf diesem Planeten verdienen zu dürfen. Oder, wie es ein verärgerter Journalist bildhaft ausdrückte, man pinkelte ihnen ans Bein und sagte ihnen dann, das sei der revolutionärste Regenschauer aller Zeiten.
Doch wie auch immer die Pressevertreter das Verhalten Jobs interpretierten, die Wirkung blieb nicht aus. Das zeigt sich auch jetzt, da das iPhone 4s nach ein paar Stunden im Standby schon kläglich die Flossen streckt, Apple keine Lösung des Problems anbietet und die Anwender selbst einen Fehler in den Location Services des Betriebssystems als mutmaßliche Ursache ausgemacht haben - oder auch andere Einstellungen des Geräts.
Die Resonanz auf diesen Fehler in einem millionenfach verkauften Einheitsgerät ist trotzdem dünn und wird vorsichtig ausgedrückt wohlwollend unterstützend formuliert. Man will ja aus einer Mücke keinen Elefanten machen.
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