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04. November 2011
Posted in Internet News
Mit der neuesten Ankündigung Googles muss man sich ernstlich Sorgen über die Akzeptanz von Google+ machen. In einem Posting kündigt das Unternehmen an, Journalisten künftig eine Sonderbehandlung zukommen zu lassen. Wenn diese ihre Artikel mit ihrem Google+-Profil verbinden, dann zeigt Google bei den Suchergebnissen zu jedem ihrer Artikel ein Bild, den Namen, einen Link auf das Google-Profil sowie die Zahl der Personen, die diese Autoren in ihren "Circles" haben. Geht es eigentlich noch plumper?
Von dem üblichen "Yada yada" wie der SEO-Problematik und dem Missbrauch einmal abgesehen: Ist die Lage wirklich so dramatisch, dass man nun den Hurenanteil der Journalistenseele ansprechen muss, um diese Multiplikatoren zum Mitmachen zu bewegen?
Und muss man das auch noch mit dem Professionalismus begründen, als sei eine Anmeldung nebst anschließender Bestätigung durch Google eine Art offizielle Legitimierung, ein Google+-Presseausweis?
Nur am Rande: In den meisten demokratischen Ländern - von Ausnahmen wie Italien einmal abgesehen - ist der journalistische Beruf nicht anmeldepflichtig oder sonst formalisiert und einen "offiziellen Presseausweis" kann man allenfalls bei Abzockern im Internet erhalten. In Deutschland ist der Ausweis vorwiegend ein Hilfsmittel, um Eintrittsgelder zu ersparen oder um Rabatte zu erhalten. Mehr nicht.
Wenn aber Google nun so tut, als gäbe es einen festen Berufsstand der Journalisten, so begibt sich das Unternehmen aus den verschiedensten Gründen auf gefährliches Glatteis. Nicht nur, weil sich nur eine bestimmte Gruppe von Journalisten auf dieses Spiel einlassen wird. Man wird Google zwangsläufig auch den Vorwurf machen, einen Zirkel der Wohlgesonnenen um sich zu scharen.
Denn Google ist kein Neutrum auf dieser Welt, sondern unter anderem ein wesentlicher Antriebsmotor der kulturellen Entwicklung. Wollte man erklären, warum man heute in einer Informationsgesellschaft lebt, käme man um den Ausdruck "Google" gar nicht herum. Sich aus dieser wichtigen Rolle heraus bei den Journalisten derart anzubiedern, ihre Eitelkeit anzusprechen, um sie zur Google+-Nutzung zu verlocken, das ist kein guter Stil.
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