Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
12. Dezember 2006
Posted in Internet News
Das Web Log Marketing Pilgrim lässt sich von Google instrumentalisieren, um den immerfort kursierenden Gerüchten über das Ausmaß des Klickbetrugs bei den Werbeprogrammen der Suchmaschine entgegenzutreten.
Gestützt auf die Angaben des Google Managers Shuman Ghosemajumder wird die Behauptung aufgestellt, Klickbetrug werde weitgehend ausgefiltert. Nur ein sehr kleiner Teil aller Klicks seien Betrügereien, die noch dazu überwiegend von Google erkannt werden.
Von echten "Beweisen" kann man bei dieser Darstellung zwar nicht sprechen, denn was Ghosemajumder an Informationen liefert, sind hausgemachte Analysen, die man bestenfalls als Sekundärdaten bezeichnen kann. Allerdings erklärt er durchaus einleuchtend, wie es zu der Diskrepanz zwischen den Angaben Googles und den Erkenntnissen der Controlling-Unternehmen kommt.
Diese Unternehmen, die im Kundenauftrag nach Fällen des Klickbetrugs fahnden, behaupten oft, der Anteil der betrügerischen Klicks betrage zwischen 15% und 30% an allen Klicks. Doch in diesem Punkt sitzen die Werbekunden und Kontrolleure meist Irrtümern auf, meint Ghosemajumder.
Etwa dann, wenn sie anscheinend auf betrügerische Klicks stoßen, die aber tatsächlich schon erkannt und von Google nicht in Rechnung gestellt werden. Dabei unterscheidet er zwischen ungültigen Klicks einerseits und der Teilmenge der betrügerischen Klicks andererseits.
Zu ungültigen Klicks kommt es demnach häufig aus technischen Gründen. Beispielsweise, wenn ein Klick auf eine Anzeige erfolgt, der Google-Nutzer aber auf der "landing Page" den Schalter "Zurück" betätigt und damit ein vielleicht mehrfaches Neuladen der Seite auslöst. Wenn die Kontrolleure in diesen Fällen dann möglicherweise 6 Seitenaufrufe in unmittelbarer zeitlicher Folge erkennen, dann werten sie das oft als Betrug, obwohl von Google nur 1 Klick gezählt wird.
Zu Fehlalarm kann es demnach aber auch kommen, wenn ein Werbekunde sich über Klicks beschwert, die von einer einzigen IP und damit von einem einzigen Anwender auszugehen scheinen. Zu solchen Fällen kommt es aber nach Darstellung Ghosemajumders nur selten in betrügerischer Absicht.
Häufig entstehen solche IP-Häufungen auch einfach dadurch, dass Anwender aus Unternehmensnetzwerken nur mit der vom Netzwerk für den Internet-Zugang genutzten IP registristriert werden.
Insgesamt wird daher aus den verfügbaren Zahlen geschlossen, dass weniger als 2% aller Klicks betrügerisch erfolgen. Als Beweis ist das wie gesagt nicht zu bewerten. Doch mit dieser Angabe hat Google erstmals einen konkreten Wert für die eigene Einschätzung genannt.
Und wie der Marketing Pilgrim in diesem Zusammenhang weiter vermutet, wird sich Google in Zukunft überhaupt wesentlich transparenter zeigen, um Behauptungen zu diesem sensiblen Bereich zu relativieren. Das wäre zu begrüßen, denn dieses Attribut hat Google bisher wirklich nicht verdient.
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