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Google präsentiert eine neue Suchfunktion, die verbatime Suche. Oder stellt die Vorstellung dieser Suchfunktion etwa nur einen Versuch dar, die Abschaffung der AND-Suche nachträglich zu rechtfertigen? Der Eindruck könnte entstehen, denn in dem aktuellen Posting wird erklärt, dass man die wortgetreue ("verbatime") beziehungsweise buchstabengenaue Suche (1. Suchen unter google.com, 2. "Show search tools", 3. Verbatim) eingeführt hat, weil die Abschaffung der Suche mit dem Operator "+" zu entsprechenden Wünschen der Anwender führte.

Die Logik dieser Begründung für die verbatime Suche ist sehr hakelig. Zunächst wird (endlich) der Versuch einer Erklärung geliefert, warum der AND-Operator nicht mehr länger benutzt wird. Weil nämlich das + nur in weniger als einem halben Prozent aller Fälle benutzt wurde. Dazu kommt laut dem Google-Posting, dass dieser Operator in zwei Dritteln aller Fälle falsch eingesetzt wurde. Daher hat man also die Suche mit dem "+" abgeschafft.

Kein besonders gutes Argument, denn auch selten und oft falsch gebrauchte Funktionen können für den Einzelnen sehr nützlich sein.

Doch seit man bei Google die (erzwungene) AND-Suche abgeschafft hat, verlangen die Anwender angeblich nach neuen, gezielteren Formen für die Suche nach den exakten Suchbegriffen. Daher habe man jetzt die Funktion "verbatim" eingeführt, weil bei ihr die "normalen", von Google vorgenommenen "Verbesserungen" ausgesetzt werden. So etwa

  • die automatische Fehlerkorrektur,
  • die Berücksichtigung der aus dem Tracking des Anwenders bekannten Informationen über zuvor benutzte Sites,
  • den automatischen Einschluss von Synonymen,
  • von verwandten Begriffen,
  • von grammatikalischen Ableitungen sowie
  • den optionalen (von Google bestimmten) Ausschluss einzelner Suchbegriffe.

All diese Hilfen Googles werden also ausgeschaltet und der Anwender kann getrost nach <Hemoriden> suchen, ohne mit unsinnigen Hämorrhoiden-Ergebnissen konfrontiert zu werden.

An dieser Stelle ist ein leises Räuspern angesagt: Ähm Google, hatten wir diese Funktion der verbatimen Suche nicht schon mit der Phrasensuche (also: <"Hemoriden"> ). Ist es nicht bequemer, das falsch geschriebene "Hemoriden" schon bei der Eingabe in Hochkommata zu setzen, statt nachträglich die "Search Tools" und die Funktion "Verbatim" im User Interface zu suchen? Außerdem hat die verbatime Suche nach orthographisch falsch geschriebenen Begriffen doch  nichts mit dem verschollenen '+' zu tun.

Oder hat sie es etwa doch?

Sie hat und zwar bedeutet die Verbatim-Suche ganz nebenbei die Wiedereinführung des Bool'schen AND mit dem kleinen Unterschied zur früheren Anwendungsform, dass nun alle gesuchten Begriffe wortgetreu gesucht und mit AND verknüpft werden.

Denn wie Google zuvor langatmig beschrieben hat, wird bei der verbatimen Suche auch die optionale Weglassung einzelner Suchbegriffe deaktiviert. Das heißt, die Ergebnisse müssen in der verbatimen Suche zwingend alle gesuchten Begriffe enthalten. Und zwar genau so, wie es der Anwender eingegeben hat.

Das bedeutet in der Praxis, dass die verbatime Suche nach <hemoriden salbe> jetzt wieder die gleichen dringend benötigten Ergebnisse produziert, wie zuvor die Suche nach <+hemoriden +salbe>. Somit erhalten die Such-Profis ihr geliebtes AND auf Umwegen zurück und Google kann weiterhin das für den Produktnamen "Google+" ebenfalls dringend benötigte ASCII-Zeichen für die Suche entschärft belassen.

Damit ist allen gedient und dennoch musste Google nicht den wahren Grund für die Deaktivierung der Google+Suche nennen. 




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