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Die große .xxx-Saga geht weiter: Mehrere große Unternehmen aus dem Bereich der Erwachsenenunterhaltung (u.a. YouPorn, PornHub, Playboy.com und Digital Playground) haben Klage gegen ICM Registry und ICANN beantragt. Beiden wird vorgeworfen, mit der neuen Top Level Domain gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen zu haben. Wobei ICM zunächst versucht haben soll, ICANN zur Einrichtung der TLD .xxx zu nötigen. Doch schließlich habe ICANN nicht nur dieser Nötigung nachgegeben, sondern auch den Vorteil erkannt, von ICM "Millionen Dollar" erwarten zu können.

Die Klageschrift (PDF-Dokument) ist 44 Seiten stark und es scheint sich dabei nicht um Argumente zu handeln, wie man sie bei einer Klage für PR-Zwecke gebrauchen würde. Die Klage scheint vielmehr der Gipfel einer 10jährigen Entwicklung (Archiv), denn solange arbeitet ICM schon an dem Ziel, eine Top Level Domain für Pornographie einzurichten.

Beinahe wäre es schon unter US-Präsident George W. Bush zu einer Einführung gekommen. Doch damals ließ eine Kampagne christlicher Gegner der Porno-TLD die Pläne wieder in der Schublade verschwinden.

Das war im Nachhinein betrachtet eine wahrhaft absurde Situation. Die in Radiokampagnen aufgehtzten Christen, die sich in Protestbriefen und -anrufen gegen die TLD aussprachen, hatten in der Porno-Industrie die engsten Verbündeten. Denn die Porno-Unternehmen benötigen keinen speziellen Adressbereich für ihre Websites, sie wollten .xxx gar nicht. Wozu auch?

Nichts ist einfacher zu sperren als eine verruchte Top Level Domain. Und wenn erst einmal ein Rotlicht-Ghetto im Internet entstanden ist, dann fällt es künftigen US-Regierungen vielleicht sogar ein, Porno-Websites in diesen Sperrbezirk zu verbannen. Dass noch dazu ICM erkennen ließ, die Preise der Domains auf hohem Niveau zu verorten, machte das Verhältnis nicht weniger frostig.

Die Unternehmen mussten den Eindruck erhalten, mit der dot xxx über den Tisch gezogen zu werden. Freiwillig hätte sich niemand aus der Branche diese TLD gewünscht. Doch ist sie erst einmal da, ist der Druck für die Porno-Unternehmen enorm groß, Schutzanmeldungen vorzunehmen. Was übrigens auch für andere Unternehmen gilt, die nicht der Porno-Zunft angehören. Denn welches Markenunternehmen wollte schon, dass der gute Name von einer Schmuddel-TLD besudelt wird?

Für die Kläger im aktuell angestrengten Verfahren werden sich voraussichtlich viele Argumente bieten, mit denen sie ihre Vorwürfe der Bildung einer monopolartigen, wettbewerbswidrigen Struktur untermauern können. Das Verfahren verspricht daher auf jeden Fall spannend zu werden. Allerdings kann man auch schon jetzt damit rechnen, dass die Höhepunkte des Verfahrens sich auf einige Jahre verteilen werden.



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