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Der TorrentFreak berichtet über eine neue Domain-Beschlagnahmungswelle durch die Abteilung für "Immigration and Customs Enforcement" (ICE) des US-Justizministeriums. Insgesamt mehr als 130 Domains wurden bei der Aktion eingezogen. Auch dieses Mal erfolgte die Operation in Zusammenarbeit mit dem US-Heimatschutzministerium. Und wie es aussieht, galt es die Heimat hauptsächlich vor gefälschten Football- und anderen Sport-Trikots chinesischer Produktpiraten zu schützen.

Zumindest deuten die meisten der von TorrentFreak genannten Domains auf diesen Zusammenhang hin. Viele Domains beinhalten beispielsweise die Zeichenfolge "jerseys" oder auch die Kürzel "nfl" oder "nhl". Und die bei achive.org zu findenden Kopien unterstützen ebenfalls diese Annahme. Es geht also vermutlich auch bei dieser Maßnahme um eine Verletzung des Urheberrechts und/oder des Markenrechts. Oder kurz gesagt, der Produktpiraterie.

Ein Fall also für den TorrentfreakFreak, auch wenn bei dieser aktuellen Welle keine Websites von Musik- oder Filmpiraten betroffen scheinen. Wobei es schon nützlich wäre, etwas mehr Informationen zu erhalten, als das Magazin seiner Zielgruppe zu bieten hat. Etwa darüber, wie der TorrentFreak beziehungsweise sein Macher "Ernesto" von den beschlagnahmten Domains erfahren haben. Von ICE wurde bisher jedenfalls noch keine offzielle Bekanntgabe geliefert. Es wäre daher wichtig zu wissen, ob es sich tatsächlich um eine abgegrenzte Aktion der Behörde handelt, oder ob der Zufall (bzw. ein betroffener Trikot-Händler) hier einen Teil der ICE-Aktion ans Tageslicht gebracht hat. Es könnten sonst ebensogut noch hunderte oder tausende weiterer Domains verschwunden sein - von denen TorrentFreak nichts erfahren hat.

Grund, solche Maßnahmen verdeckt durchzuführen, hätte die Behörde schon. Denn die Rechtmäßigkeit der Aktion könnte bestritten werden. Immerhin werden zur Zeit zwei Gesetzesvorschläge sehr kontrovers diskutiert, die solche Eingriffe in das Domain Name System eigentlich erst möglich machen dürften. Wären Domain-Beschlagnahmungen von im Ausland betriebenen Websites heute schon nach US-Recht zulässig, wozu sind dann die neuen Gesetze notwendig?

Bei den aktuellen Beschlagnahmungen liefert allerdings in erster Linie das Piraten-Magazin und nicht die Behörde Informationen. Bestätigt werden die Beschlagnahmungen zwar durch Änderungen im Whois Record sowie nicht zuletzt durch die Hinweise der Behörde auf den Websites selbst. Doch zu den gerichtlichen Verfügungen, von denen diese Platzhalter-Webseiten sprechen, werden keine genaueren Angaben gemacht.

Wollten US-Richter in der Vergangenheit Domains konfizieren, die von Ausländern registriert waren, dann sorgte das regelmäßig für Entrüstung. Immerhin war den Vereinigten Staaten jahrelang vorgeworfen worden, ihre Kontrollhoheit über das Internet ausnutzen zu wollen. Wie das aktuelle Beispiel der 130+ Domains aber zeigt, haben die im vergangenen Jahr gestarteten ICE-Aktionen inzwischen für eine gewisse Normalisierung dieses Vorgehens gesorgt.

Niemand regt sich noch darüber auf, wenn die Websites chinesischer Trikot-Fälscher von US-Behörden ausgeknipst werden. Auch wenn die dafür notwendigen US-Gesetze noch gar nicht existieren. Und auch wenn noch gar nicht klar ist, ob diese Illegalisierung der Websites durch US-Richter in anderen Rechtssystemen nachvollziehbar wäre. Etwa in China. Dem Land, das üblicherweise dafür kritisiert wird, dass es einseiitge Eingriffe am Domain Name System vornimmt.



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