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06. Dezember 2011
Posted in Internet News
Die aktuellen Nachrichten (AP, India Times) aus Indien sollte man mit großer Aufmerksamkeit verfolgen, denn in diesen Meldungen kündigt sich möglicherweise eine neue Phase in der globalen Entwicklung des Internet an: Der indische Telekommunikationsminister Kapil Sibal hat bekanntgegeben, dass seine Appelle an die großen US-Unternehmen Facebook, Twitter und Orkut erfolglos verlaufen sind, und dass man nun andere Schritte ergreifen wird, um die Veröffentlichung anstößiger Inhalte zu verhindern: "Wir wollen keine Zensur, aber anstößige Inhalte werden entfernt".
Mit diesen Inhalten waren wohl in erster Linie (manipulierte) Fotos indischer Politiker wie der Parteivorsitzenden Sonia Ghandi (Wikipedia) oder dem indischen Premier Manmohan Singh (Wikipedia) gemeint. Doch im Grunde ist es egal, welche Art von Inhalten gemeint ist. Entscheidend ist vielmehr, dass auf Seiten der indischen Regierung und der von Sibal im September zu einem Treffen einbestellten Vertreter der genannten US-Firmen unterschiedliche Auffassungen über die Zulässigkeit der Inhalte besteht.
Diese unterschiedlichen Interpretationen legaler Inhalte werden vermutlich in den nächsten Jahren noch zu bedeutenden Konflikten im vermeintlich "freien" Internet führen. Eine Tendenz, die diese Entwicklung beschleunigt, ist die zunehmend breitere Nutzung des Internet in den Entwicklungs- und Schwellenländern. China hat bereits vor langer Zeit damit begonnen, durch Filter eine eigene Internet-Realität zu schaffen, mit der sich störende Einflüsse zumindest teilweise ausschalten lassen. Große Demokratien wie Indien oder auch Brasilien, deren geopolitisches Potential sich nicht auf die Bevölkerungszahl und ihre Landmasse beschränkt, haben dagegen der Dominanz der US-Unternehmen und ihrer Wertvorstellungen bisher keine nennenswerten Schwierigkeiten in den Weg gelegt.
Doch das kann sich ändern, wenn die US-Unternehmen mit diesen Problemen konfrontiert werden und sich möglicherweise nicht in einer Art und Weise anpassen, dass der Handlungsdruck auf Seiten dieser Länder gemindert wird. Im extremen, bisher trotz aller Drohungen noch nicht absehbaren Fall, könnte auch Indien damit beginnen, die Nutzung von Facebook und Co. auf dem Subkontinent zu behindern. So, wie China es bereits tut.
Dass es so weit kommt, scheint im Moment noch unwahrscheinlich, denn auch die indische Regierung handelt nicht im luftleeren Raum. Doch es kann nicht ausgeschlossen werden, dass beispielsweise die Regulierung auf nationaler Ebene zur Reaktanz der Bürger führt und damit den weniger kontrollierten Internet-Angeboten der westlichen Welt Zulauf verschaffen. Dann würde sich vermutlich die Zugangskontrolle auch ausländischer Informationsangebote als Lösungsweg anbieten.
Was zu einer Fragmentierung zumindest des WWW führen würde - oder zu einer Internet-Nutzung, die sich etwa durch den Einsatz alternativer Domain Name Systeme der Kontrolle zu entziehen versucht. Beides wären nur bedingt wünschenswerte Entwicklungen.
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