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Wladimir Palant, der Entwickler der Firefox-Erweiterung Adblock Plus, hat sich bei einem Teil der Nutzer seiner Software in die Nesseln gesetzt. Der Grund: Die Software, die von vielen Firefox-Nutzern als Browser-Erweiterung installiert wird, soll in der kommenden Version 2.0 einen Teil der Werbung aus Websites per Voreinstellung passieren lassen.

In einer FAQ sowie inzwischen auch in mehreren Kommentaren Pallants wird erklärt, wozu das dienen soll und welche Werbeformen die Maßnahme betrifft: Der Grundgedanke ist es, dass insbesondere kleinere Sites durch die Filterung von Werbung in ihrer Existenz gefährdet werden. Das, obwohl die Betreiber solcher Sites sich oft für Werbeformen entscheiden, die vom Anwender als weniger zudringlich empfunden werden. Um diesen Websites nun einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, und um Medien mit aggressiverer Werbung zu einem Umdenken zu bewegen, will Palant künftig "weniger ärgerliche" Werbeformen bei der Filterung einen Vorteil verschaffen.

Als weniger verärgernd, beziehungsweise weniger bedrängend ("non-intrusive") bezeichnet er insbesondere 

  • rein statische Werbung (kein Ton, keine Animation oder sonstiges Gezappele);
  • bevorzugt Text-Werbung, die keine nach Aufmerksamkeit heischenden Bilder enthält sowie
  • Werbung, die höchstens durch ein Script (und insbesondere höchstens einen DNS-Request) den Seitenaufbau verlangsamt. 

Die Kommentare auf diese Ankündigung im Blog des Entwicklers fallen teilweise sehr hässlich aus. Erst recht, weil diese neuen Regeln per Voreinstellung bei allen Anwendern aktiviert sind. Der Autor der Software verteidigt sein Vorhaben dennoch mit den genannten Argumenten. Was den Punkt der Voreinstellung angeht, so weist er darauf hin, dass dieses neue  Feature jedem Anwender bei der ersten Nutzung der neuen Version mitgeteilt wird  Und jeder Anwender kann diese Option einfach deaktivieren, indem er die entsprechende Software-Einstellung ändert.

Eine Kritik kann Palant aber nicht entkräften: Die von ihm angedachte Methodik, nach der ein Teil der Werbung von der Filterung ausgenommen bleiben wird, ist mit formalen Regeln nicht zu fassen. Damit ist das Verfahren nicht objektiv und in gewissem Maß sogar der Willkür unterlegen. Und weil er und seine Mitstreiter noch dazu hoffen, durch diese Änderungen möglicherweise Einnahmen zu generieren, wird das gesamte Projekt gefährdet. Ein Kommentar spricht in diesem Zusammenhang von  einem absehbaren Interessenkonflikt, dem man vermutlich kaum ausweichen kann.

Denn wenn Palant beziehungsweise Adblock Plus im Gegenzug für den "Passierschein" einen Obolus (etwa als Spende) erhalten, dann wird diese Zahlung zwangsläufig das künftige Verhalten der Macher beeinflussen. Dieser vielleicht nicht einmal intendierte Handlungsdruck wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit als nachteilig für die Benutzer erweisen. Und damit nachteilig für das gesamte Projekt.

Wenn es denn nach dem ersten Sturm der Enrüstung überhaupt zu dieser Neuerung kommt.

Update: Der erste Bericht über die Neuerungen bei Adblock Plus beinhaltete die Fehlinformation, dass der Werbefilter selbst auch Werbung aktzeptieren wird. Das war eine falsche Aussage, die sich aus dem Kontext der Kommentare  zur Ankündigung ergab. Wir bitten das zu entschuldigen.



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