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16. Dezember 2011
Posted in Internet News
Der Christian Science Monitor fasst die bisher bekannten Informationen über den Absturz einer getarnten US-Drohne über dem Iran zusammen und ergänzt sie um die Angaben eines iranischen Ingenieurs. Unterm Strich kommt das liberale US-Blatt dabei zum Ergebnis, dass die Darstellung des Iran der Realität wohl näher kommt als die des US-Militärs: Die Drohne wurde vermutlich auf Hacker-Manier gekapert und zu einer unsanften Landung über iranischem Gebiet gezwungen.
Zu viele Details weiß der Monitor auch nicht zu berichten, doch es scheint um die Weiterentwicklung bereits bekannter Verfahren zu gehen, mit denen einerseits die GPS-Signale gestört (Jamming) werden und der Drohne zugleich neue, falsche Koordinaten übertragen werden. Dem Fluggerät wurde offenbar vorgetäuscht, auf der beim Start genutzten US-Basis zu landen. Doch der tatsächlich Landeplatz im Iran weicht einige Höhenmeter von der Basis in Afghanistan ab, weshalb die Drohne einige Schäden bei der Landung davontrug. Die Schäden wurden bei den vom Iran veröffentlichten Bildern durch Fahnen und Spruchbänder verborgen.
Wie der von der Zeitung interviewte Ingenieur sich weiter entlocken lässt, besteht die GPS-Schwachstelle vor allem darin, dass die Drohne nach einer Störung des GPS-Kontakts in den Autopilot-Modus gezwungen wird: "...an dem Punkt verliert die Drohne ihren Verstand". Die von dem Ingenieur beschriebenen Probleme seien dem US-Militär aber bekannt, heißt es in dem Bericht weiter.
Ein inzwischen trotz seiner Jugend angeblich an einem Herzversagen verstorbener General der revolutionären Garde soll vor Monaten sogar gegenüber den Fars News von einem entsprechenden Projekt berichtet haben. Es ging dabei um die Umlenkung von GPS-gesteuerten Raketen. Doch dieser Beitrag der halb-offiziellen iranischen Agentur sei mittlerweile von der Website des Dienstes verschwunden.
Das alles dürfte die US-Regierung wahrlich nicht begeistern. Denn für die USA sind die Drohnen vor allem sehr wichtig, um die nuklearen Aktivitäten des Landes zu überwachen. Doch der Iran zeigt sich trotz seiner mittelalterlich-religiösen Gesinnung in technischer Hinsicht sehr flexibel und auf politischer Ebene selbstbewusst. Man verlangt von den USA den Stopp weiterer Flüge von US-Fluggeräten über iranischem Gebiet.
Eine Forderung, die wiederum den US-Republkanern Gelegenheit für Kritik an Barack Obama gibt. Diesem wird etwa in Rupert Murdochs Presseorganen gefährliche Untätigkeit vorgeworfen. Ähnlich klingt der frühere US-Vize-Präsident Dick Cheney, der ebenfalls das Ausbleiben schärfere Reaktionen bemängelt. Über dessen Forderung an den Iran, die Drohne herauszugeben, macht man sich lustig.
Der Verlust der Drohne wird also zum Anlass genommen, nach militärischer Vergeltung zu verlangen. Ein gefährliches Spiel mit einem ganz offensichtlich nicht ungeschickten und vor allem unberechenbaren Gegner.
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