Kurzmeldungen


Vaporlinsen?
Donnerstag, 18.03.2010

Bei Slashdot.org begeistert man sich für die Forschung eines Wissenschaftlers aus Washington, der Kontaktlinsen mit Hilfe von "hunderten von LEDs" zu Cyborg-ähnlichen Sehhilfen umbaut. Das Posting bezieht sich auf ein Posting des Blogs Inhabitat, das sich auf ein Posting des Blogs designboom bezieht, das einen Artikel von justgetthere aus dem vergangenen Jahr referenziert, der wiederum auf einer Pressemitteilung (vgl. Archiv) der staatlichen Universität Washington vom Januar 2008 zu beruhen scheint. Im Mittelpunkt der Forschung steht dabei nach wie die Verträglichkeit der mit elektronischen Komponenten angereicherten Linsen. Bisher funktioniert keine einzige der LEDs und die Energieversorgung mit Solarzellen scheint auch nur "angedacht".

 

 
.canon
Mittwoch, 17.03.2010

Canon gibt der Entwicklung vorausgreifend bekannt, die Top Level Domain .canon registrieren zu wollen. Obwohl diese umstrittene Möglichkeit zur Zeit noch nicht existiert. Doch Canon zeigt sich gut informiert und geht von einem Start der "unrestricted gTLDs" im Laufe dieses Jahres aus. Die Ankündigung ist damit wohl das Äquivalent zu einem "Erster!" Posting. 

 

 
Porsche-Telefon
Mittwoch, 17.03.2010

Porsche-Fahrer in Singapur können das weltweit einzige Porsche-Mobiltelefon kaufen. Wer deswegen extra nach Singapur fliegen will, muss sich aber beeilen, denn die Auflage ist auf 100 Stück limitiert. Was das Telefon kann? Nun, es gibt über einen Fingerprint-Sensor eine gewisse Sicherheit, wobei der Sensor mehrere Fingerabdrücke verwalten kann, die sich wiederum unterschiedlichen Funktionen des Geräts zuordnen lassen. GPS, WiFi, Bluetooth sowie Kamera sind auch dabei. 3G-Verbindungen sind leider nicht möglich. Dafür kostet das Teil auch nur 2.280 Singapur-Dollar (ca. 1.200 Euro) und trägt noch dazu den Schriftzug "Porsche Design Black Edition" auf dem aus einem Alu-Block gefrästen Gehäuse. Das ist doch auch was.

 

 
Piraten-Berufung
Montag, 15.03.2010

Im Rechtsstreit gegen die Betreiber von ThePirateBay steht endlich der Termin der Berufungsverhandlung fest. Im vergangenen Jahr waren die Angeklagten zu einer Geldstrafe von 2,7 Millionen Euro sowie zu jeweils einem Jahr Haft verurteilt worden. Jetzt soll ab dem 28. September geprüft werden, ob dieses Urteil Bestand hat.

 

 
Obama lobt ACTA
Montag, 15.03.2010

Während das Europäische Parlament dem geplanten Staatsvertrag zur Bekämpfung der (Produkt-) Piraterie (ACTA) eine deutliche Absage erteilt hat, lobt US-Präsident Obama wenige Stunden später anlässlich einer Rede das geplante Abkommen als "Werkzeug zur Bekämpfung von Praktiken, die offenkundig unsere Geschäfte schädigen".

 

 
Schlichtung im Fall der Schnüffel-Notebooks
Freitag, 12.03.2010

Das Verfahren des Schülers aus Pennsylvania, der gegen seine Schule wegen der heimlichen Überwachung via Webcam geklagt hatte, wird möglicherweise im Rahmen einer Schlichtung eingestellt. Die Anwälte beider Seiten haben sich auf einen Aufschub um einen Monat geeinigt. Es scheint außerdem auf beiden Seiten Interesse an einer schnellen und nicht zu teuren Lösung zu bestehen. Im Fall einer Schlichtung muss man davon ausgehen, dass die wahren Hintergründe der Überwachung nie öffentlich gemacht werden.

 

 
Kostenloser Zugang?
Mittwoch, 10.03.2010

Mignon L. Clyburn, eine der fünf "Commissioner" der US-Rundfunkaufsicht FCC hat während einer Rede (PDF-Dokument) Pläne der Behörde erwähnt, einen Teil des Funk-Spektrums für eine Art Sozial-WiFi zu benutzen: Drahtloser Breitbandzugang, der entweder kostenlos sein wird oder zu sehr geringen Kosten verfügbar ist. Zu hohe Erwartungen sollte man an diese Aussage aber nicht richten, denn die FCC wäre nur in der Lage, die technischen bzw. rechtlichen Voraussetzungen für ein solches Angebot zu schaffen. Für die Finanzierung müssten andere aufkommen.

 

 
Jubiläum der geplatzten Träume
Mittwoch, 10.03.2010

Heute vor 10 Jahren wurde von der NASDAQ ein Allzeit-Hoch erreicht und danach ging der Trend der Aktien für Jahre nur noch nach unten - die Börsen-Blase war geplatzt. Das Blog der NetworkWorld schwelgt ein wenig in Erinnerungen und liefert die Top 10 der Dot Com-Flops. Doch die wirklich großen Flops dieser Zeit (z.B. AOL übernimmt Time Warner) bleiben außen vor. 

 

 
Piraten-Sperren
Dienstag, 09.03.2010

Nach der Entscheidung des italienischen Kassationsgerichtshofes, wonach italienische Provider zur Sperrung von Sites wie ThePirateBay.org verpflichtet werden können, fand eine nochmalige Prüfung durch das Gericht in Bergamo statt, bei der die Sperre angeordnet wurde. ThePirateBay.org ist damit seit etwa Mitte Februar in Italien gesperrt - sowie in Malta , wie es scheint. Bemerkenswert ist, dass es kaum Proteste oder Kommentare dazu gibt, schon gar nicht von ThePirateBay.org. Dort ist man seit Weihnachten auf Tauchfahrt gegangen. Ist das die Ruhe vor dem Sturm, oder überraschen die Piraten bald wieder mit einem Verkauf ihres Dienstes?

 

 
Twitter verkehrt
Dienstag, 09.03.2010

Conan O'Brien, der Nicht-Nachfolger von Jay Leno, twittert jetzt auch. Und weil er alles etwas anders macht als andere, kehrt er auch die sonst übliche Liminalitätserfahrung (d.h. Follower steht mit sonst unnahbaren Prominenten in Kontakt) um. O'Brien, der schon nach 2 Wochen Twitter mehr als eine halbe Million Follower hat, sucht sich zufällig irgend eine fremde Twitter-Nutzerin aus, der er jetzt folgt: "Sarah Killen, Dein Leben wird sich ändern". Nach drei Tagen O'Brien hat "LovelyButton" ebenfalls 18.000 Follower.

 

 
Klage gg. Adwords eingestellt
Montag, 08.03.2010

Etwas merkwürdig endet die Klage des PC-Reparaturdienstes Rescuecom gg. Google. Im letzten Jahr hatte das Unternehmen überraschend von einem Berufungsgericht ein positives Ergebnis erhalten. Die Klage wegen der Einblendung von Werbung anderer Unternehmen bei Eingabe des Firmennamens "Resuecom" durch die Nutzer der Suchmaschine sollte neu aufgerollt werden. Doch jetzt ist nur noch von einem "Agreement" die Rede, das Verfahren "David versus Googleiath" abzubrechen. Was das Unternehmen aber nicht davon abhält, von einem "Sieg" zu sprechen.

 

 
Datenschutz-Team
Montag, 08.03.2010

Datenschutz wird oft als Innovations-Bremse dargestellt und gilt damit sowohl als unternehmensfeindlich als auch als schädlich für den Standort. Das Beispiel Google zeigt allerdings, dass die hohen Datenschutzauflagen in Deutschland auch Arbeitsplätze schaffen können. 25-30 neue Software-Entwickler will die Suchmaschine laut Tagesspiegel in München einstellen. Ihre Aufgabe: Der Datenschutz bei Chrome.

 

 
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