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Mobilfunktelefonie und Internet bleiben in der Vorstellung vieler Verbraucher immer nur eine Ergänzung der vorhandenen Festnetztelefonie. T-Mobile hat sich in den USA ein neues Modell einfallen lassen, wie diese Bindung an den Festnetzanschluss aufgebrochen werden kann.

Am 2. Juli wird das neue Modell des Hotspot @Home vorgestellt und es soll die Kunden dazu bringen, ihren Festnetzanschluss zu kündigen. Angeblich zahlen US-Haushalte im Durchschnitt dafür 65 Dollar pro Monat, doch nach den Vorstellungen von T-Mobile sollen die Kunden künftig nur noch 10 Dollar monatlich zahlen. Dann aber ist die Telefonie in den eigenen vier Wänden nur noch eine Ergänzung des Mobilfunkvertrags.

In der Praxis sieht das Modell allerdings einen bestehenden Breitband-Anschluss des Kunden vor. An diesen Anschluss wird ein neuer WiFi-Router angeschlossen, der den vorhandenen Router ersetzt. An diesen Router können herkömmliche Telefone angeschlossen werden, die dann als VoIP-Telefone dienen. Bisher werden von T-Mobile 8 Funktelefone angeboten, die ebenfalls über den WiFi-Router bedient werden können.

Ungewöhnlich ist aber, dass in diesen Router eine SIM-Karte eingelegt wird, die das Gerät identifiziert und eine Telefonnummer zuweist. Die bestehende Festnetznummer kann dabei übernommen werden. Gespräche innerhalb der USA sind in der Gebühr enthalten, internationale Gespräche müssen zusätzlich gezahlt werden. Und den bestehenden Vertrag mit einem Festnetz-Provider kann der Kunde kündigen.

Für T-Mobile USA wird dadurch ein bestehendes Manko aufgehoben: Das deutsche Unternehmen agiert in den USA nicht als Festnetz-Anbieter und kann daher nur "zusätzlich" Mobilfunk offerieren. Mit dem neuen Angebot ist es dagegen möglich, dieses Hindernis zu überwinden und bei den Tests für die Markteinführung sollen 97% der Teilnehmer ihren bestehenden Vertrag mit einem Festnetzanbieter gekündigt haben. Zusätzlich wurden 45% der Verträge mit Kunden geschlossen, die bisher keinen Vertrag mit T-Mobile hatten.

Da könnte man fast sagen: Schade, dass T-Mobile dieses Problem hierzulande nicht hat.  


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