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22. Juni 2006
Das Leipziger Unternehmen ipoque nutzt die groß angelegte Polizeiaktion gegen P2P-Nutzer vom 23. Mai (vgl. Archiv) für eine Presseinformation in eigener Sache. Das Unternehmen hat sich auf Internet-Traffic-Management und -Analyse spezialisiert und ermittelt dabei unter anderem, von welchen Anwendungen der Datenstrom genutzt wird.
Nach diesen Analysen schwankt der von P2P-Anwendungen verursachte Anteil am gesamten Datenaufkommen zwischen 50% am Tag und 80% in der Nacht. Die mit großem Pressewirbel verbundenen Maßnahmen vom Mai haben sich nach Angaben von ipoque aber nur kurzfristig auf diese Nutzung ausgewirkt. Der Anteil des P2P-Traffic sank gerade um 15%, um sich dann innerhalb von 3 Wochen wieder auf Höhe der alten Werte zu stabilisieren.
Und das, obwohl bei den polizeilichen Maßnahmen überwiegend eDonkey/eMule Nutzer betroffen waren, der mit 50% P2P-Datenanteil am häufigsten genutzten P2P-Software. Für die Leipziger bedeutet dieses Ergebnis, dass die Maßnahmen der Musikindustrie weitgehend ihr Ziel verfehlt haben, und dass der P2P-Datenverkehr in naher Zukunft sich kaum rückläufig entwickeln wird.
Das liegt allerdings auch im Interesse des Unternehmens, den die Analyse des Internet-Datenverkehrs dient hauptsächlich dem Zweck, Daten bestimmter Anwendungen auszufiltern. Also beispielsweise den Datenverkehr von P2P-Anwendungen.
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