Jeder zweite Kunde bricht ab...
Zona Research kommt erneut zu dem Ergebnis, dass viele Einkäufe im Internet durch lange Ladezeiten verhindert werden.
Zwei Jahre nach der ersten Studie dieser Art hat Zona Research sich erneut mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluss die Performance einer Site auf das Einkaufsverhalten hat.
In der ersten Studie, "The Need for Speed", kamen die Marktforscher zu dem Schluss, dass lange Download-Zeiten manches Geschäft verhindern. Als Empfehlung gaben sie Site-Betreibern auf den Weg, ihre Seiten so zu gestalten, dass ein Download maximal 8 Sekunden dauert. Auch wenn der Besucher nur ein 14,4er Modem verwendet. Eine Empfehlung, die kaum zu realisieren ist.
Von derart langsamen Anbindungen ist im neuen Report, "The Need for Speed II", nichts mehr zu hören. Aber immer noch werden zu lange Ladezeiten als Hauptgrund für den Abbruch von Einkaufsvorgängen genannt. Der dadurch entstehende Einnahmenausfall wird auf 25 Milliarden Dollar beziffert. Jeder zweite Einkauf käme demnach nicht zustande, weil der Anwender zu lange warten muss. Als durchschnittliche Ladezeit für Handelsangebote werden 17 Sekunden angegeben.
Business-to-Business Sites scheinen dabei diese Probleme eher erkannt und beseitigt zu haben. Bei ihnen stellt Zona Research im Vergleich zur ersten Studie ein durchschnittliches "Schlankerwerden" um etwa 50 Prozent fest.
Business-to-Consumer Sites dagegen haben sich diesem Trend nicht angeschlossen. Sie haben ihren Grafikeinsatz noch ausgeweitet und benötigen heute durchschnittlich nochmals 20 Prozent mehr Ladezeit als im Jahr 1999.