06.12.2001

KPMG Link Policy

Das Beratungsunternehmen KPMG verbietet Links auf Grundlage der eigenen "Web Link Policy". Diese setzt voraus, dass beide Seiten dem Link zustimmen.

Das Beratungsunternehmen KPMG macht sich nach Informationen des Wired Magazins derzeit keine Freunde. Wie das Magazin berichtet, wurden mehrere Sites von KPMG angeschrieben, um deren Betreiber auf die firmeneigene "Web Link Policy" aufmerksam zu machen. Dieses Regelwerk beinhaltet demnach, dass ein Link nur in beiderseitigem Einverständnis gesetzt werden darf.

Eines dieser Schreiben hatte ein britischer Internet-Consultant erhalten, der daraufhin folgende Antwort formulierte: "ich weiß nicht, wie eine Regelung Ihrer Organisation zu Auswirkungen auf meiner Seite führen könnte. Die Web Link Policy meiner Organisation kennt keine formelle Übereinkunft".

Wie er weiter ausführt, bezweifelt er ernsthaft, dass das Web in seiner heutigen Form existieren würde, wenn wirklich eine formelle Vereinbarung dieser Art notwendig wäre.

Die von KPMG angegebene Policy leitet sich dabei aus dem "Global Legal Disclaimer" des Unternehmens ab. Dort heißt es, dass KPMG sich das Recht vorbehält, die Entfernung jedweden Links zu verlangen, der von anderen Sites auf die KPMG-Seiten gerichtet ist.

Ein von Wired zitierter KPMG-Sprecher meint dazu, man habe bereits hunderte solcher Mails verschickt. Er versteht auch die ganze Aufregung nicht, schließlich würden viele Unternehmen solche Forderungen stellen.

Der wahre Grund des Schreibens wird allerdings nicht in dem Link auf KPMG vermutet. Vielmehr dürfte ein Download-Angebot des Beraters für Verärgerung sorgen. Dieser hat eine Sammlung von "Unternehmenshymnen" auf seiner Site zusammengefasst, worunter sich auch jenes von KPMG befindet.

Wer sich das MP3-File anhört, versteht vielleicht, warum KPMG der Link peinlich ist.

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