Suchmaschinennutzer sind träge
Anwender konzentrieren sich auf die ersten Ergebnisse der Suchmaschinen. Bei erfolglosen Recherchen wechseln sie lieber die Suchmaschine als die Suchbegriffe.
Laut einer Umfrage von iProspect, die von Cyberatlas dokumentiert wird, interessiert sich etwa ein Drittel (32%) aller Suchmaschinenbenutzer nur für die erste Ergebnisseite. Ganze 16 Prozent kommen nicht einmal über die ersten Suchergebnisse hinaus, die auf dem Monitor erscheinen. Alle weiteren Ergebnisse der ersten Seite, die außerhalb des sichtbaren Bereiches liegen, werden von ihnen ignoriert.
Damit bestätigt sich erneut, wie wichtig ein Platz unter den ersten zehn Treffern der Suchmaschinen ist. Auch frühere Studien legten bereits nahe, dass die "hinteren Plätze" bei den Suchmaschinenergebnissen kaum noch Besucher bringen.
Interessant ist dabei, dass knapp die Hälfte der Befragten das eigene Vorgehen bei der Suche "fast immer" für erfolgreich hält. Ein weiteres Drittel gibt an, maximal jede vierte Suche ginge daneben und nur 13 Prozent meinen, jede zweite ihrer Suchen sei ein Flop. Ganz egal also, wieviele Ergebnisse tatsächlich in Augenschein genommen werden, sind die meisten Anwender vom Erfolg ihrer Suchstrategien überzeugt.
Das schlägt sich auch in folgendem Ergebnis nieder. Hat sich eine Suche als erfolglos erwiesen, so entscheiden sich nur 7,5 Prozent für das Naheliegende: Die Wiederholung der Suche mit mehr Suchbegriffen. Wesentlich mehr (27,2%) entscheiden sich dagegen für eine andere Strategie und wiederholen die Suche - vermutlich mit den gleichen Suchbegriffen - bei einer anderen Suchmaschine.