Zensur beim WDR?
Werden beim öffentlich-rechtlichen WDR Beiträge gelöscht, wenn sie nicht in das Konzept der Bezirksregierung in Düsseldorf passen?
Ab wann machen sich deutsche Mediennutzer eigentlich Gedanken um die Informationsfreiheit? Eine akademische Frage? Eher nicht, wenn sogar schon ein Beitrag des populären Kollegen Jörg Schieb vom WDR gelöscht wird, weil er sich kritisch über den SPD-Politiker und Zensur-Befürworter Jürgen Büssow äußerte.
Das legt jedenfalls der Beitrag "Handwerkliche Mängel und der kleine Dienstweg" der Zensur-Kritiker von odem.org nahe. Die vorgelegten Indizien sprechen dafür, dass hier sanfter Druck von Seiten des Regierungspräsidenten ausgeübt wurde, um unangenehme Informationen in der Error 404-Wüste landen zu lassen. Eine Audio-Datei, auf der Büssow im O-Ton zu hören ist, lässt sogar vermuten, dass er über den WDR-Intendanten Fritz Pleitgen Einfluss auf die Arbeit des (bzw. eines) Redakteurs genommen hat.
Der Titel des inzwischen nicht mehr erreichbaren Schieb-Beitrages lautete übrigens: "Eine Zensur findet doch statt".