Kurz notiert 10.05.04
- AntiCopy
- Patent auf P2P-Vermüllung
- Dell: Support-Anfragen wg. Adware
Eine ganz hübsche Idee hatte Axel Gronen, Betreiber der auf eBay-Themen spezialisierten Site wortfilter.de. Er bietet eBay-Verkäufern an, ihre Artikelbeschreibungen mit einem kleinen Code-Schnippsel anzureichern. Damit soll verhindert werden, dass andere Verkäufer die manchmal liebevoll erstellten Produktbeschreibungen ungefragt übernehmen. Wird ein solcher Schnippsel per Copy and Paste aus dem Quell-Code entnommen, so wird der Urheber informiert. Zusätzlich kann auf Wunsch eine Graphik in den übernommenen Text eingebettet werden, die auf den Verstoß gegen das Urheberrecht hinweist. Diese "Falle" schnappt allerdings nur zu, wenn tatsächlich der HTML-Code übernommen wird und nicht der im Browser sichtbare Text.
Ein amerikanischer Informatik-Professor und einer seiner Studenten haben ein Patent (US 6.732.180) auf eine Technologie erhalten, mit der sich P2P-Netzwerke unbrauchbar lassen. Die Technologie dürfte jenen Verfahren ähneln, die bereits von anderen Firmen im Auftrag der Film- und Musikindustrie angewandt werden. Auch diese setzen darauf, die Börsen mit gefälschten, unbrauchbaren Download-Angebote zu durchsetzen.
Ein eher allgemein gehaltener Beitrag des Wired Magazins zum Thema Spyware liefert ein interessantes Datum: Mehr als 12 Prozent aller Anfragen beim technischen Support des Computer-Herstellers Dell beziehen sich demnach auf durch Adware verursachte Probleme. Wie Dell auf dieses Problem reagiert, berichtete intern.de bereits im Dezember 2003. In einem Rundschreiben wurden die Mitarbeiter im Support damals angewiesen, zu diesem Thema keine Hilfe mehr zu geben. Dabei reicht es in den meisten Fällen, auf die kostenlosen Helfer Adware, Spybot oder Trapware zu verweisen.