04.11.2005

Kurz notiert 04.11.05

- Patent auf "Storyline"
- ROMSO sucht nach Zahlenmengen
- Google Desktop, finale Version
- Brustbrett als Einkaufshilfe

Das gibt zu denken: Das US-Patentamt veröffentlicht erstmals einen Patentantrag, der eine "Storyline" schützen soll, also den erzählbaren Inhalt einer Geschichte, eines Buches, eines Hörspiels oder eines Films. Das Patent ist noch nicht bestätigt, doch die Veröffentlichung zeigt, dass es sich auf dem formellen Weg zur Anerkennung befindet. Das Patent wurde als eine Art "Beweis, dass es geht" von einer Agentur beantragt, die zukünftig weitere "Plots" (Handlungsschemata) patentieren will. Damit soll auf Hollywood Druck ausgeübt werden, Autoren für ihre (neuen) Ideen zu bezahlen, statt ständig auf abgedroschenen Mustern herum zu reiten.



Die deutsche Nachrichtensuchmaschine ROMSO hat eine neue Suchfunktion eingeführt, die man bisher bei anderen Suchmaschinen dieser Art vermisst. ROMSO ist in der Lage, nicht nur nach einzelnen Zahlenwerten in den Nachrichten zu suchen, sondern auch nach Zahlenmengen. Für die Suche nach Meldungen über Menschen mit einem Alter von über 100 Jahren gibt man beispielsweise "mensch alter 100-200" ein. Für heutige Berichte, die das frühe Wirken des verstorbenen Franz Josef Strauß behandeln, kann die Suche beispielsweise "1965-1980 strauß" lauten.



Google beendet die Beta-Phase für seine Desktop-Software. Das heißt, die englische Ausgabe von Google Desktop wird jetzt als finale Version zum Download angeboten. Fremdsprachige Fassungen werden dagegen alle noch als Beta gekennzeichnet. Google weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass insbesondere die Zahl der "Third Party Panels" stark zugenommen hat, also die Zahl der Plugins, die wie gdtunes den iTunes Music Player aus dem Sidebar heraus kontrollieren.



Fundstück: Eine niederländische Designerin hat eine Verkaufshilfe für Männer entwickelt. Eine Wand, die eine ganze Reihe künstlicher Brüste darstellt und die es den Männern leichter macht, die Körbchengröße ihrer Lebensgefährtin anzugeben. Männer haben nach Meinung der Designerin nämlich ein selektives Erinnerungsvermögen und können beim Kauf von Frauenunterwäsche oft keine nachvollziehbare Angabe über die Größe gerade der Brüste machen. Oft behelfen sie sich mit Hinweisen auf andere Frauen im Laden oder auf Angaben wie "eine Handvoll". An der Brustwand wird es ihnen nun möglich, einen passenden Wert visuell und haptisch in Erfahrung zu bringen.

Designer creates wall of breasts (Ananova)




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