Googles 'lockere Schraube'
Paul McNamara von der Network World stellt sich die Frage, ob bei Google eine "Schraube locker ist". Wie sonst ist es zu erklären, dass Googles neue Trend-Suche beispielsweise als Ergebnis liefert, dass die Suchbegriffe "yahoo" und "msn" teilweise populärer sind als "sex", die internationale Standardeingabe aller Suchhilfen des WWW? Noch deutlicher zeigt sich das bei der Gegenüberstellung von Begriffen, die häufiger die Nachrichten dominieren. Im Vergleich von Bush, Merkel, Iraq und Yahoo ist Yahoo eindeutig der Überflieger, während Merkel und der Irak den Bodensatz bilden. Auch eine von McNamara befragte Googlerin kann dieses Mysterium nicht auflösen. Sie kann die Schieflage der Suchmaschinen Google, MSN und Yahoo nur dadurch erklären, dass bei den Trends alle Suchbegriffe gezählt werden, und dass bei der Google-Suche nach beispielsweise "Google Maps", oder "Google Video" jeweils eine Suche nach "Google" gezählt wird. Doch kann diese Angabe solche Ergebnisse erklären? Vielleicht sollte Google doch noch einmal Rücksprache mit den Entwicklern der deutschen Suchmaschine ROMSO halten. Dort scheinen die Namen der Suchmaschinen keine derart auffällige Reaktion nach sich zu ziehen. ROMSO wurde allerdings auch schon einige Zeit früher als Google Trends gestartet (vgl. Archiv) und hat vermutlich Kinderkrankheiten dieser Art längst abgelegt.