|
Content-Produzenten rar gesät |
PDF
|
| Drucken |
|
|
Freitag, 21.07.2006 |
|
Der britische Guardian sieht die "1% Regel" zunehmend bestätigt. Demnach schaffen von 100 Besuchern einer Site ein einziger neuen Content, mit dem vielleicht 10 weitere Anwender interagieren (z.B. Kommentare, Verbesserungsvorschläge) und die restlichen 89 sehen sich die Sache bestenfalls stillschweigend an. Diese grobe Faustregel trifft laut Guardian auch bei YouTube zu. Auf inzwischen 100 Millionen Downloads täglich kommen dort 65.000 Uploads. Das Verhältnis von "Schöpfern" und Konsumenten beträgt hier also ca. 0,5%. Bei Wikipedia wiederum werden 50% aller Bearbeitungen eines Artikels von nur 0,7% der Benutzer vorgenommen. 70% der Artikel und ihrer Bearbeitungen gehen auf nur 1,8% der Benutzer zurück. Das heißt, die früher oft verbreitete Theorie zum community-generierten Content, dass 80% aller Inhalte von 20% der Anwender geschaffen werden, geht wahrscheinlich zu weit. Tatsächlich ist die Zahl der Schaffenden noch weitaus geringer. Was Sites, die auf Community-Content setzen, vor das Problem stellt, die "richtigen" Besucher anzuziehen.
|