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Erwartbar schneller Aufstieg |
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Dienstag, 05.09.2006 |
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Wen überrascht es, dass "Pornotube", die Porno-Version von YouTube, innerhalb von nur 2 Monaten unter die Top 300 Sites bei Alexa.com rücken konnte? Und es darf angenommen werden, dass dieser steile Aufstieg noch weiter anhalten wird, nachdem sich diese Meldung auf etlichen Community-Foren verbreitet hat. Denn es werden sich neben "thematisch Interessierten" insbesondere Alexa-Kenner für diese Meldung interessieren und das kann aus bestimmten Gründen zu einem weiteren Popularitätsschub führen. Dazu nur soviel: Die Aussagekraft der Alexa-Statistiken wird von vielen bezweifelt. Die Daten des inzwischen von Amazon.com übernommenen Dienstes stammen nach wie vor vom Alexa Toolbar, der nach Angaben der Betreiber viele Millionen Mal installiert wurde. Verifizieren lässt sich diese Ausgabe leider nicht. Doch eine Schätzung auf Basis der von Alexa selbst gelieferten Statistiken aus dem Jahr 2003 ergab, dass am Tag der Schätzung bestenfalls 180.000 Alexa Toolbars ihre Daten beisteuerten. Diese - global betrachtet - eher kleine Stichprobe ist vermutlich noch dazu in mehrfacher Hinsicht verzerrt. Der Toolbar wird nur für den Microsoft Internet Explorer produziert und er wurde überwiegend in den USA beworben. Auch die Möglichkeit, die Ergebnisse zu manipulieren, lässt am Wert Alexas zweifeln. Anekdotisch ist jedenfalls häufig zu hören, dass Site-Betreiber nach Installation eines Toolbars eine merkliche Aufwertung ihrer Site bei Alexa feststellen - aufgrund der eigenen Besuche auf dieser Site. Ein Umstand, der von Alexa auch schon bestätigt wurde. Allerdings dürfte sich dieser Effekt nur bei Sites replizieren lassen, die ein niedriges Alexa-Ranking haben. Das schnelle Aufrücken einer kostenlosen Site für Pornofilme in den Kreis der "großen Sites" dürfte dagegen schon eine zuverlässige Einschätzung sein. Doch das ist - wie gesagt - wenig überraschend und man benötigt auch keine Alexa-Statistik, um das nachvollziehen zu können.
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