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| Mittwoch, 13.12.2006 | ||||||||
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Unter Berufung auf neueste Daten von comScore Media Metrix berichtet Reuters, dass Rupert Murdochs News Corp. erstmals die bisherige Nummer 1, Yahoo, hinsichtlich der erzielten Seitenaufrufe überholt hat. Dabei lässt sich der Erfolg der News Corp. wohl in erster Linie auf das Flaggschiff des Medienkonzerns, MySpace.com zurückführen. Zusammengefasst haben alle Web-Auftritte des Unternehmens im November 39,5 Milliarden (s. Fußnote) Seitenaufrufe erzielt. Im Oktober waren es noch 38,7 Milliarden. Die Zahlen von Yahoo gingen dagegen deutlich zurück, von 41,6 Milliarden im Oktober auf 38,1 Milliarden im November. Der Vorsprung der News Corp. ist also knapp. Deutlicher dagegen ist der Abstand beider Unternehmen zur Nummer 3 der Media Metrix-Statistik. Microsoft erzielte im November 17,9 Milliarden Seitenaufrufe und damit ebenfalls etwas weniger als im Oktober (19,3 Milliarden). Die augenblicklich etwas höheren Zahlen bei der News Corp. sind allerdings schwer zu werten, denn die Zahl der Besucher (unique Visitors) ist bei Yahoo (129,9 Millionen) im Vergleich zu MySpace nach wie vor mehr als doppelt so hoch. Wobei dieser Vergleich wiederum außer acht lässt, dass der Murdoch'sche Medienkonzern auch über ein gut besuchtes News-Angebot (z.B. Fox News) verfügt. Ähnliches gilt dann auch für den Vergleich der jeweiligen Nutzungszeiten, die bei Yahoo - mit durchschnittlich 5,5 Stunden im November - ebenfalls höher liegen als bei MySpace (4 Stunden). Erwähnenswert ist aber ansonsten, wie Yahoo den Verlust der Spitzenposition erklärt. Schuld an der Entwicklung trägt nämlich nach Angaben des Absteigers der zunehmende Einsatz von "'Web 2.0' Technologien", weil diese Techniken nicht "so viele Seitenaufrufe benötigen, um Web-Informationen abzubilden". Das ist insofern erstaunlich, als andere Unternehmen eben diese Technologien einsetzen, um Besucher auf ihre Angebote zu locken, beziehungsweise sie dort zu beschäftigen. Oder sollte Yahoo mit "Technologien" doch die berüchtigten runden Ecken des Web 2.0 meinen? Doch die sorgen gemeinhin für einen höheren Schlupf und damit eigentlich für steigende PI-Zahlen.
Fußnote: In der Reuters-Meldung ist bei den Page Impressions durchgängig von "Millionen" die Rede, obwohl das nicht sein kann. Auch in anderen Berichten, die sich an der Reuters-Meldung orientieren, werden stattdessen Milliarden angegeben.
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